{"id":146,"date":"2018-02-18T11:46:55","date_gmt":"2018-02-18T10:46:55","guid":{"rendered":"http:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=146"},"modified":"2018-11-18T12:39:47","modified_gmt":"2018-11-18T11:39:47","slug":"hermunduren-in-thueringen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=146","title":{"rendered":"Hermunduren in Th\u00fcringen"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: center;\">Hermunduren in Th\u00fcringen<\/h1>\n<p>Die Hermunduren oder Ermunduren geh\u00f6ren zusammen mit Sweben und Semnonen zum elbgermanischen St\u00e4mmebund der Erminonen. Der Name ihres mythischen Ahnherrn Ermin oder Irmin bedeutet &#8222;der Gewaltige&#8220;. So hei\u00dfen die Ermunduren \u00fcbersetzt &#8222;die gewaltigen Duren&#8220; oder &#8222;Gro\u00df-Duren&#8220;.<\/p>\n<p><strong>100 v. 0<\/strong><br \/>\nwandern die elbans\u00e4ssigen Hermunduren ins heutige th\u00fcringische Gebiet und vertreiben bzw. vermischen sich mit den dort ans\u00e4ssigen Kelten<\/p>\n<p><strong>3 n. 0<\/strong><br \/>\nwerden Hermunduren mit Quaden, Semnonen und Langobarden unter dem Markomannenf\u00fcrst Marbod vereint<\/p>\n<p><strong>19<\/strong><br \/>\nK\u00f6nig Wibilo der Ermunduren vertreibt den Markomannen Katwalda, den Nachfolger Marbods, und verleibt sich so das b\u00f6hmische Markomannenreich ein<\/p>\n<p><strong>51<\/strong><br \/>\nbesiegt er K\u00f6nig Wannius und erobert so auch das m\u00e4hrische Quadenreich<\/p>\n<p><strong>98<\/strong><br \/>\nTacitus schreibt, da\u00df die Elbe im Land der Ermunduren entspringt<\/p>\n<p><strong>150<\/strong><br \/>\nvon Ptolom\u00e4us als Stamm der Teuriochaimai im Gebiet des Erzgebirges erw\u00e4hnt. Teuriochaimai = Bewohner des Teurierheimes, damit sind die keltischen Teurisker gemeint.<\/p>\n<p><strong>166 &#8211; 180<\/strong><br \/>\ngeh\u00f6ren sie zu den V\u00f6lkern, die im Markomannenkrieg die Nordgrenze der R\u00f6mer bedrohen &amp; bis Rom marschieren. Der Markomannenkrieg gegen Rom scheitert aber doch und nur der pl\u00f6tzliche Tod Marc Aurels verhindert, da\u00df B\u00f6hmen r\u00f6mische Provinz wird.<br \/>\nDie Ermunduren wurden unter Kaiser Augustus als besiegter Stamm in ihrer alten Heimat wieder neu angesiedelt.<\/p>\n<p><strong>3. Jh.<\/strong><br \/>\nSt\u00e4mme der Angeln und Warnen brechen von Norden in Th\u00fcringen ein und besiedeln gro\u00dfe Gebiete<\/p>\n<p><strong>451<\/strong><br \/>\nf\u00e4llt K\u00f6nig Attila pl\u00fcndernd in Mitteleuropa ein &amp; zwingt die &#8222;Toringer&#8220; zur Heerfolge<\/p>\n<p><strong>452<\/strong><br \/>\nziehen die Hunnen wieder ab.<br \/>\nIn der Zeit der V\u00f6lkerwanderung reichte das th\u00fcringische Reich des K\u00f6nigs Bisino s\u00fcdw\u00e4rts \u00fcber den Main bis zur Donau. K\u00f6nig Bisinos Burg stand wahrscheinlich im heutigen Dorf B\u00f6senburg im Saalekreis, das urkundlich Bisinesburg genannt wurde.<\/p>\n<p><strong>um 500<\/strong><br \/>\nbesa\u00dfen die Warnen \u00f6stlich der Saale ein eigenes warnisches Unterk\u00f6nigreich.<br \/>\nBisinos Sohn Ermanfried heiratet die Gotin Amalaberga, eine Nichte des gro\u00dfen Theoderich, deren Ehrgeiz Ermanfried dazu treibt, sich mit seinen Br\u00fcdern Berthar und Baderich um das v\u00e4terliche Erbe zu bekriegen. Anschlie\u00dfend legt er sich auch noch mit den \u00fcberm\u00e4chtigen Franken an.<\/p>\n<p><strong>531<\/strong><br \/>\nSchlacht bei Burgscheidungen, wo die Th\u00fcringer von den Franken &amp; Sachsen vernichtend geschlagen werden.<br \/>\nZerst\u00fcckelung &amp; Verkleinerung des Stammgebietes.<br \/>\nGebiet n\u00f6rdlich des Harzes f\u00e4llt an die Sachsen<br \/>\nDie heutige Oberpfalz wird von den Bayern besiedelt<br \/>\nDas Maingebiet wird fr\u00e4nkisch<br \/>\nTh\u00fcringen selbst wird fr\u00e4nkisch untersiedelt; z.B. Frankenberg, Frankenroda, Frankenhain. Th\u00fcringen wird damit Teil des ostfr\u00e4nkischen Reiches und mu\u00df j\u00e4hrlich 500 Schweine Tribut zahlen<\/p>\n<p><strong>594<\/strong><br \/>\nAufstand der Warnen gegen die Franken um ihre Selbst\u00e4ndigkeit zu erhalten, dabei wurden sie besiegt und vollst\u00e4ndig aufgerieben<\/p>\n<p><strong>um 630<\/strong><br \/>\nneues th\u00fcringisches Stammesherzogtum bildet sich um Herzog Radulf, um die wendischen Einf\u00e4lle unter Samo abzuwehren Von Radulf soll die Stadt Rudolstadt ihren Namen haben.<br \/>\nNach K\u00f6nig Dagoberts Tod versuchte sich Herzog Radulf vom fr\u00e4nkischen Reich zu l\u00f6sen. Der Frankenk\u00f6nig konnte nichts gegen den th\u00fcringischen Herzog ausrichten, der sich derweil mit den Wenden und anderen Nachbarst\u00e4mmen verb\u00fcndet hatte.<br \/>\nNach dem Tode Herzog Radulfs wurde die Bindung zum Frankenreich wieder st\u00e4rker, doch behielt das th\u00fcringische Herzogtum seine Selbst\u00e4ndigkeit.<\/p>\n<p><strong>7.\/8. Jh.<\/strong><br \/>\nzu Zeiten des Stammesherzogs Hedan II. wird W\u00fcrzburg als Hauptstadt des th\u00fcringischen Stammesherzogtums bezeichnet<\/p>\n<p><strong>um 716<\/strong><br \/>\nwird das th\u00fcringische Herzogtum durch die pippinidischen &#8211; karolingischen Hausmeier aufgehoben<\/p>\n<p><strong>742<\/strong><br \/>\nMissionierung durch den Benediktinerm\u00f6nch Bonifatius, der in Erfurt ein Bistum errichtet<\/p>\n<p><strong>um 788<\/strong><br \/>\nKarl der Gro\u00dfe gr\u00fcndet die th\u00fcringische Mark gegen die Sorben<br \/>\nMarkgraf Thakulf<br \/>\nMarkgraf Rotolf<br \/>\nMarkherzog Poppo<\/p>\n<p><strong>892<\/strong><br \/>\nentzieht Arnulf von K\u00e4rnten Markherzog Poppo die th\u00fcringische Sorbenmark und \u00fcbertr\u00e4gt sie vor\u00fcbergehend dem Konradinger Konrad, der<\/p>\n<p><strong>907<\/strong><br \/>\ngegen die Ungarn f\u00e4llt<br \/>\nder Stammvater der Wettiner, Burchard, wird Markherzog von Th\u00fcringen<\/p>\n<p><strong>908<\/strong><br \/>\nf\u00e4llt Markherzog Burchard gegen die Ungarn ohne Nachfolger<\/p>\n<p><strong>909<\/strong><br \/>\nOtto, der Erlauchte, Ludolfingerherzog von Sachsen, \u00fcbernimmt Th\u00fcringen und baut so seine Machtstellung aus.<br \/>\nSein Sohn &#8211; K\u00f6nig Heinrich &#8211; baut das s\u00e4chsisch-th\u00fcringische Grenzgebiet zum Machtzentrum seines noch ungefestigten K\u00f6nigtums aus.<\/p>\n<p><strong>925<\/strong><br \/>\nEingliederung Lothringens ins ostfr\u00e4nkische Reich<\/p>\n<p><strong>928<\/strong><br \/>\nFeldzug gegen die wendischen Heveller an der Havel &amp; Eroberung von Brandenburg<br \/>\nFeldzug gegen die wendischen Daleminzier an der Elbe &amp; Eroberung ihrer Burg Jana, auf der die Burg Mei\u00dfen gegr\u00fcndet wird Feldzug nach Prag &amp; Unterwerfung des b\u00f6hmischen Herzogs<\/p>\n<p><strong>933<\/strong><br \/>\nVernichtungsschlacht der Ungarn durch K\u00f6nig Heinrich bei Riade an der Unstrut<\/p>\n<p><strong>937<\/strong><br \/>\nHeinrich&#8217;s Sohn, Otto der Gro\u00dfe, kommt an die Macht<br \/>\nEr setzt an der Wendengrenze Markgraf Gero ein, der sich aus dem Nichts eine machtvolle Stellung schafft Markgraf Gero steigt zum Herzog auf, da er es versteht selbst den Herzog von Polen zu Tributzahlungen und Anerkennung der deutschen Oberhoheit zu zwingen<\/p>\n<p><strong>965<\/strong><br \/>\nstirbt Herzog Gero ohne Nachkommen und sein Land wird dreigeteilt in Mark Merseburg, Mark Zeitz und Mark Mei\u00dfen<br \/>\nMark Mei\u00dfen erh\u00e4lt der th\u00fcringische Graf G\u00fcnther von Gro\u00dfjena bei Naumburg<br \/>\nMark Mei\u00dfen f\u00e4llt an Boleslaw den B\u00f6hmen<br \/>\nG\u00fcnthers Sohn Eckart rettet dem Sohn der Theophano die Krone vor den Umtrieben Heinrichs des Z\u00e4nkers von Bayern &amp; wird daf\u00fcr von der Kaiserin mit der Mark Mei\u00dfen belohnt, die er sich vom B\u00f6hmen Boleslaw zur\u00fcckerobert &amp; ihn in seine Lehnsabh\u00e4ngigkeit zwingt<br \/>\nEckart heiratet Schwanhild Billung und gilt nun als einer der angesehensten F\u00fcrsten des Reiches. So wird auch er Anw\u00e4rter auf die Krone nach dem Tod Kaiser Otto III.<\/p>\n<p><strong>1002<\/strong><br \/>\nDeshalb f\u00e4llt er einem Meuchelmord durch die S\u00f6hne des Grafen von Northeim zum Opfer<br \/>\nseine S\u00f6hne Hermann und Eckart &amp; Schwiegertochter Uta (bekannt aus dem Naumburger Dom) erben die mei\u00dfnerische Markgrafschaft, aber NICHT das th\u00fcringische Herzogtum<\/p>\n<p><strong>1046<\/strong><br \/>\nAussterben der Eckartinger &amp; \u00dcbernahme des Markgrafenamtes durch die Grafen von Weimar<\/p>\n<p><strong>1067<\/strong><br \/>\nAussterben der Weimarer &amp; \u00dcbernahme durch die s\u00e4chsischen Egbertinger oder Brunonen<br \/>\nLudwig der Springer beginnt mit dem Bau der Wartburg<\/p>\n<p><strong>1128\/29<\/strong><br \/>\nErrichtung einer th\u00fcringischen Landgrafschaft durch Lothar von Supplinburg<br \/>\ner setzt Hermann von Winzenburg aus dem bayrischen Geschlecht der Grafen von Formbach als th\u00fcringischen Landgraf ein<\/p>\n<p><strong>1130<\/strong><br \/>\nwird bereits dessen Sohn wegen einer &#8222;frevlerischen Tat&#8220; abgesetzt<br \/>\ndas Landgrafentum f\u00e4llt an die Ludowinger; die Wartburg wird nun zum Herrschaftssitz<br \/>\nLandgraf Ludwig II. K\u00e4mpft als Schwager Barbarossas an dessen Seite gegen Heinrich den L\u00f6wen<\/p>\n<p><strong>1180<\/strong><br \/>\nsein Sohn Landgraf Ludwig III. erh\u00e4lt nach dem Sturz Heinrich des L\u00f6wen die Pfalzgrafschaft Sachsen zum Lohn<br \/>\nLudwig IV. strebt nun noch nach der Mark Mei\u00dfen<\/p>\n<p><strong>1221<\/strong><br \/>\nstirbt Markgraf Dietrich von Mei\u00dfen und Ludwig IV. \u00fcbernimmt die Regentschaft f\u00fcr dessen minderj\u00e4hrigen Sohn Heinrich<\/p>\n<p><strong>1226<\/strong><br \/>\nerh\u00e4lt er vom Kaiser sogar noch die Belehnung Mei\u00dfens, der Lausitz und dem Plei\u00dfnerland und wurde so zum Landgraf von Th\u00fcringen, Pfalzgraf von Sachsen und Markgraf von Mei\u00dfen &amp; Lausitz<\/p>\n<p><strong>1227<\/strong><br \/>\nstirbt der Land-, Pfalz-, Markgraf Ludwig IV. als Kreuzfahrer in Otranto und da er nur einen minderj\u00e4hrigen Sohn hinterl\u00e4\u00dft, zerf\u00e4llt diese th\u00fcringische Machtstellung wieder<\/p>\n<p><strong>1247<\/strong><br \/>\nnachdem das Ludowingische Haus mit des Ludwig IV. S\u00f6hnen Hermann II. und Heinrich Raspe ausstarb, trat der 1221 noch minderj\u00e4hrige Heinrich, der Erlauchte, von Mei\u00dfen sein landgr\u00e4fliches und pfaltzgr\u00e4fliches Erbe an; nach langen K\u00e4mpfen gegen seine Cousine Sophie von Brabant<br \/>\ndie th\u00fcringische Landgrafschaft bestand unter dem Hause von Wettin fort, die auf der einst ludowingischen Wartburg Hof hielten noch zu Lebzeiten tritt Heinrich der Erlauchte Th\u00fcringen und die s\u00e4chsische Pfalz an seinen Sohn Albrecht den Entarteten ab<\/p>\n<p><strong>1382<\/strong><br \/>\nDreiteilung der wettinischen L\u00e4nder in Mei\u00dfen, Th\u00fcringen und Osterland<\/p>\n<p><strong>1406<\/strong><br \/>\nstirbt der Urenkel Albrechts des Entarteten, Balthasar<\/p>\n<p><strong>1423<\/strong><br \/>\nsteigt Friedrich der Streitbare zum Kurf\u00fcrsten von Sachsen auf<\/p>\n<p><strong>1440<\/strong><br \/>\nstirbt dessen Sohn Friedrich der Einf\u00e4ltige kinderlos und damit stirbt auch die th\u00fcringische Nebenlinie Mei\u00dfens aus<\/p>\n<p><strong>1445<\/strong><br \/>\nsetzt der Kurf\u00fcrst von Sachsen, Friedrich der Streitbare, Wilhelm den Tapferen als Landgrafen von Th\u00fcringen ein<\/p>\n<p><strong>1482<\/strong><br \/>\nerlischt mit seinem Tod die altth\u00fcringische Landgrafschaft<\/p>\n<p><strong>1485<\/strong><br \/>\nteilen seine S\u00f6hne Ernst und Albrecht die wettinischen L\u00e4nder neu auf, damit wird auch Th\u00fcringen geteilt in eine ernestinische und eine albertinische H\u00e4lfte<br \/>\nIn den folgenden Jahrhunderten wurde die ernestinische H\u00e4lfte immer weiter geteilt bis viele kleine Teilherzogt\u00fcmer entstanden -&gt; es gibt kein besseres Beispiel zur deutschen Kleinstaaterei<\/p>\n<table style=\"width: 100%; border-collapse: collapse; border-style: none;\" border=\"1\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 50%; border-style: none; text-align: center;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Die Hermunduren<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 50%; border-style: none; text-align: center;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">K\u00f6nigreich Th\u00fcringen<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 50%; border-style: none;\"><a href=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/1-1.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter wp-image-149\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/1-1.jpg\" alt=\"\" width=\"123\" height=\"69\" srcset=\"https:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/1-1.jpg 490w, https:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/1-1-300x167.jpg 300w, https:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/1-1-350x195.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 123px) 100vw, 123px\" \/><\/a><\/td>\n<td style=\"width: 50%; 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