{"id":281,"date":"2018-02-28T13:30:03","date_gmt":"2018-02-28T12:30:03","guid":{"rendered":"http:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=281"},"modified":"2018-02-28T13:30:03","modified_gmt":"2018-02-28T12:30:03","slug":"naturgeister-in-sachsen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=281","title":{"rendered":"Naturgeister in Sachsen"},"content":{"rendered":"<h1>Naturgeister in Sachsen<\/h1>\n<h2>Sage vom Otterk\u00f6nig bei Oelsnitz<\/h2>\n<p>Der Bd.I.S.226 mitgetheilten Sage vom &#8222;Schlangenk\u00f6nig im Schlosse zu L\u00fcbbenau&#8220;, welche in anderer Version auch in der Lausitz (E. Willkomm, Sagen und M\u00e4rchen aus der Oberlausitz. Hannover, 1845. Bd.II.S.195. sq.) und in Nordb\u00f6hmen vorkommt (Klar&#8217;s Libussa f\u00fcr 1855, S.69. Nordb\u00f6hmische Volksm\u00e4rchen von J. Virgil Grohmann), erinnere ich mich aus meinen fr\u00fchesten Knabenjahren. Wir erz\u00e4hlten uns dieselbe in der Schule und mancher von uns Knaben wollte den Otterk\u00f6nig sammt seinem g\u00fcldenen Kr\u00f6nlein selbst gesehen haben. Doch weicht unsre voigtl\u00e4ndische Sage von der l\u00fcbbenauer sehr ab und \u00e4hnelt mehr der b\u00f6hmischen und lausitzer in ihrem Ausgang. Sie lautet k\u00fcrzlich also:<br \/>\nEin Ritter hatte die Krone des Otterk\u00f6nigs, nach der lange sein Begehr gestanden, gl\u00fccklich in seinem wei\u00dfen T\u00fcchlein und sa\u00df schon auf dem Pferde, als der Otterk\u00f6nig den Diebstahl gewahrte und so laut pfiff, da\u00df \u00fcberall die Ottern hervorsprangen und dem Reiter nacheilten. Um dieser gef\u00e4hrlichen Verfolgung zu entgehen, sprang er in die Elster und schwamm hindurch. Wohlbehalten kam er in seiner Behausung an und freute sich des gelungenen Raubes. Als er aber in den Stall ging, um nach seinem Pferde zu sehen, wand sich aus dem Schweif desselben eine Otter los, die sich hineingeh\u00e4ngt hatte, und stach ihn, da\u00df er sterben mu\u00dfte. So wurde der Raub des Kr\u00f6nleins sein Verderben.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">aus der Erinnerung mitgetheilt von Julius Schanz<\/p>\n<h2>Der Bludnik in der Oberlausitz<\/h2>\n<p>Der wendische Bludnik (von blud, Irrthum) ist der deutsche Irrwisch. Er ist ein schadenfroher Gnome, der bei Nacht und Nebel die Menschen so verblendet, da\u00df sie den Weg verlieren und irre gehen und dabei leicht in S\u00fcmpfe gerathen. Das macht er besonders mit den Vorwitzigen, die ihm muthwillig nachlaufen. Am Besten ist es daher, man sieht ihm so wenig als m\u00f6glich nach und geht bedachtsam und ruhig seines Weges. Manchem jedoch, der ihm gute Worte giebt und eine annehmliche Bezahlung verspricht, hilft er den bereits verlorenen Weg wieder finden und geleitet ihn richtig nach Hause. Aber wehe dem, der ihn zum Besten hat und ihn betr\u00fcgen will. Ein Verirrter versprach ihm einmal zwei Silbergroschen, wenn er ihn richtig nach Hause bringen wolle. Der Irrwisch war damit zufrieden und sie kommen auch endlich vor das Haus des Verirrten. Dieser erfreut, da\u00df er keiner H\u00fclfe mehr bedarf, dankt dem F\u00fchrer, giebt ihm aber statt des Versprochenen eine geringe Kupferm\u00fcnze. Der Irrwisch nimmt sie auch an und fragt, sich bereits entfernend, &#8222;ob sich der Geleitete nun allein nach Hause finden werde?&#8220; Letzterer antwortet ganz fr\u00f6hlich: &#8222;ja! denn ich sehe schon meine Hausth\u00fcr offen.&#8220; Daa schreitet er auf diese zu und &#8211; f\u00e4llt in&#8217;s Wasser, denn es war Alles T\u00e4uschung gewesen. Besonders mit den Betrunkenen macht sich der Irrwisch seinen Spa\u00df, wenn sie vom Jahrmarkt oder von einem Trinkgelage nach Hause gehen. Er f\u00fchrt sie vom Wege ab und in die Irre, und wenn sie in ihrer Trunkenheit nicht wieter gehen wollen, sondern es vorziehen, drau\u00dfen ihren Rausch auszuschlafen, dann brennt er sie auf die Fu\u00dfsohlen. In einigen Gegenden hat das Volk den Glauben, die Irrlichter w\u00e4ren die Seelen der ungetauft gestorbenen Kinder.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">aus Schmaler &#8222;Volkslieder der Wenden in der Ober- und Niederlausitz&#8220; 1843<\/p>\n<h2>Das Mittagsgespenst<\/h2>\n<p>Das Mittagsgespenst (Pschipolnitza) ist ein weibliches gro\u00dfgewachsenes wei\u00dfgekleidetes Wesen, welches zur Mittagsstunde von 12 bis 2 Uhr auf den Feldern zu erscheinen pflegt. Es schweift mit der Sichel bewaffnet \u00fcber die Felder und steht unerwartet vor denjenigen, welche es vers\u00e4umt hatten, Mittags die Feldarbeit zu unterlassen und nach Hause zu gehen. Die Ueberraschten mu\u00dften ein scharfes Examen \u00fcber den Anbau des Flachses und das Leinwandweben bestehen und die ganze Procedur dieses Kulturzweiges ununterbrochen und in einer solchen Ausf\u00fchrlichkeit vortragen, da\u00df damit die Zeit bis zwei Uhr ausgef\u00fcllt wurde. Hatte diese Stunde geschlagen, so war es mit der Macht desselben aus und es ging von dannen. Wu\u00dften aber die Ge\u00e4ngstigten auf ihre Fragen nicht zu antworten und das Gespr\u00e4ch bis zu dieser Stunde nicht im Gange zu erhalten, so schnitt sie ihnen den Kopf ab oder erw\u00fcrgte sie oder verursachte ihnen wenigstens eine mit Kopfschmerzen verbundene Krankheit. Bei tr\u00fcbem Himmel oder zur Zeit eines herannahenden Gewitters war man vor ihr sicher. Noch jetzt spricht man im Scherz zu demjenigen, welcher w\u00e4hrend der Mittagszeit ohne Noth auf dem Felde arbeitet: &#8222;f\u00fcrchtest Du nicht, da\u00df die Mittagsfrau auf Dich kommen wird?&#8220; und die sprichw\u00f6rtliche Redensart: &#8222;sie fragt wie die Mittagsfrau&#8220;, ist im allt\u00e4glichen Gebrauch.<br \/>\nDieses Gespenst pflegt besonders in der Gegend von Diehsa am Fu\u00dfe des dortigen Berges den Arbeitern auf dem Felde zu erscheinen und ihnen, wenn sie nicht reinen Herzens sind, eine Masse von Fragen vorzulegen; k\u00f6nnen sie dieselben beantworten, so ist es gut, wo nicht, so thut ihnen dasselbe ein Leid an. Einst lag um die Mittagszeit ein junges Bauernm\u00e4dchen hier im Grase und schlief, ihr Br\u00e4utigam sa\u00df bei ihr, allein sein Herz war anderw\u00e4rts und sann, wie er sich ihrer entledigen k\u00f6nne. Da kam das Mittagsgespenst einhergeschritten und fing an dem Burschen Fragen vorzulegen, und soviel er auch antwortete, immer warf es neue Fragen auf, und als die Glocke eins schlug, da stand sein Herz still, das Gespenst hatte ihn zu Tode gefragt. Als aber das M\u00e4dchen die Augen aufschlug, da lag ihr Br\u00e4utigam bla\u00df und todt neben ihr, sie weinte und klagte manchen Tag, bis man sie neben dem J\u00fcngling, der ihre Liebe nicht verdiente, zur ewigen Ruhe einsenkte.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">aus Schmaler &#8222;Volkslieder der Wenden in der Ober- und Niederlausitz&#8220; 1843<\/p>\n<h2>Die Wehklage<\/h2>\n<p>Die Wenden stellen sich die Boze sedleschko oder Wehklage als ein Wesen in Gestalt eines sch\u00f6nen wei\u00dfgekleideten Kindes oder auch einer wei\u00dfgefiederten Henne vor und halten es f\u00fcr eine Art Schutzgeist, welcher eine bevorstehende Gefahr oder ein bald zu bef\u00fcrchtendes Ungl\u00fcck durch Klagen und Weinen anzeige und hierdurch davor zu warnen suche. Wenn es sich h\u00f6ren l\u00e4\u00dft, so kann man auch eine Frage nach dem Grunde seines Weinens thun, worauf man aber meist eine unbestimmte Antwort erh\u00e4lt. Als im Jahre 1766 die Stadt Muskau der ungl\u00fcckliche Brand betraf, soll es sich zu verschiedenen Malen in dem Hause, wo das Feuer auskam, haben h\u00f6ren lassen und endlich auf Befragen geantwortet haben: &#8222;es (das Ungl\u00fcck) wird nicht nur bei Dir sein, sondern auf allen Gassen.&#8220; Als auch vor einigen Jahren bei der Nei\u00dfemm\u00fchle daselbst drei Personen ertranken, habe es der M\u00fcller einige Tage vorher geh\u00f6rt, und da er gefragt, die Antwort erhalten: &#8222;es betrifft nicht Dich, sondern einen Andern&#8220;. In Wittichenau h\u00f6rte man sie angeblich vor dem Brande von 1822, und in Bautzen hatte sie ihren Sitz an dem Orte, wo jetzt das Schauspielhaus steht. Dort lie\u00df sie sich stets h\u00f6ren, wenn der Stadt ein Ungl\u00fcck drohte, so z.B. vor der Pest von 1519, 1586, 1611, 1612 und 1614, bei dem gro\u00dfen Brande von 1634 und bei einer Ueberschwemmung 1552, jetzt hat man sie l\u00e4ngst nicht mehr geh\u00f6rt. Indessen soll dieser Schutzgeist nicht von Jedermann, sondern nur von Einigen geh\u00f6rt und gesehen werden, und der Glaube an denselben geht so weit, da\u00df viele Wenden bei Abseihung eines kochenden Topfes oder Ausgie\u00dfung siedenden Wassers die Vorsicht brauchen und zu sagen pflegen: &#8222;gehe weg, damit ich Dich nicht verbr\u00fche.&#8220; Th\u00e4ten sie dieses nicht, so besorgen sie, sie m\u00f6chten sich selbst verbr\u00fchen, und wenn bei Manchen Hitzblattern ausfahren oder sich ein Ausschlag zeigt, so gerathen sie auf den Gedanken, sie w\u00e4ren von diesem Geiste verbr\u00fchet worden. Daher sagen sie &#8222;die Wehklage hat Dich verbr\u00fcht!&#8220; Daf\u00fcr gebrauchen sie folgende Kur: Sie schmieren das Ofenloch mit Butter und sprechen: &#8222;Wehklage ich schmiere Dich, heile mich, Du hast mich verbr\u00fchet!&#8220; Dann nehmen sie den Brausch (d.h. den Schaum) von einem kochenden Topfe und schmieren den Schaden, welches gewi\u00df helfen soll.<br \/>\nNach Winter in d. Const. Z. 1852 Nr.108 S.431. zeigt sich bei Krummhermsdorf am Unger, einer Fortsetzung des Gebirgskammes, wo der Wachberg bei Saupsdorf im Mei\u00dfner Hochlande liegt, bis nach Hinterhermsdorf hin eine gespenstige Frau in blendend wei\u00dfer Gestalt, die denen, welche sie erblicken, Unheil verk\u00fcndet und sie warnt. Sie ist sehr sch\u00f6n, und wenn sie sich sehen l\u00e4\u00dft, so neigen sich die B\u00e4ume vor ihrer Sch\u00f6nheit zur Erde. Dies w\u00e4re auch eine Art Wehklage.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">aus Hortschanski &#8222;Lausitzer Provinzialbibliothek&#8220; 1782 und Schmaller &#8222;Volkslieder der Wenden in der Ober- und Niederlausitz&#8220; 1843<\/p>\n<h2>Die b\u00f6se Frau bei den Wenden<\/h2>\n<p>Krumm und sehr geb\u00fcckt schleicht in den D\u00f6rfern am hellen Tageslicht ein kleines altes verrunzeltes und verschrumpftes Weib, mit triefenden Augen, gro\u00dfem Kopfe, warzigem Gesichte und m\u00e4chtigem H\u00f6cker auf dem R\u00fccken an einer Kr\u00fccke umher, kriecht in Keller und Scheunen &#8211; da wo sie weilt, melken Ziegen und K\u00fche Blut, ergiebt sich keine Butter, verdirbt der K\u00e4se, schlickert die Milch, bekommen die Schafe Pocken, Hunde die R\u00e4ude, der Wurm kommt ins Korn, das Gespinste wird von M\u00e4usen zerfressen; kurz es waltet Unfall, wohin ihr Auge blickt und ihr Fu\u00df tritt. Erblickt sie ein Kind unter einem Jahre, so beschreit sie es und es bekommt Frieseln, Ausschlag, geschwollenen Leib etc. Die Wenden nennen es das b\u00f6se Weib (Slaczona).<br \/>\nKr\u00e4ftige und furchtlose M\u00e4nner dieser Nation haben schon mehrere Male, wenn sie es gewahrten, ihre F\u00e4uste gegen selbiges in Bewegung setzen wollen, allein es ist mit einem schallenden Gel\u00e4chter vor ihren Augen verschwunden und die Frevlerhand erkrankte.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">aus Gr\u00e4ve &#8222;Volkssagen aus der Lausitz&#8220;<\/p>\n<h2>\nDer Drache zu Nickeritz und der Kobold zu Pausitz bei Jahnishausen.<\/h2>\n<p>Im November 1674 haben die Eheleute Hans Buckerdt und seine Frau aus Nickeritz bei den Gerichten zu Jahnishausen sich beklagt, da\u00df ihre Nachbarn sie beschuldigten, sie h\u00e4tten den Drachen, und da\u00df sie eines Morgens h\u00e4tten ihm eine zu hei\u00dfe Suppe vorgesetzt, dar\u00fcber sey er b\u00f6se geworden, habe das Haus angesteckt und sey dann in Gestalt eines hellen Scheines fortgeflogen. Zu Pausitz bei Riesa hat sich um 1696 ein Kobold aufgehalten, der in dem Hause des Viertelh\u00fcfners Hans Preu\u00dfiger vielerlei Unfug ver\u00fcbte. Er verschleppte Lebensmittel und W\u00e4sche aus dem Hause und versteckte sie an verschiedenen Orten, Butter ballte er zu Klumpen und vergrub sie unter die Spreu, Mehl-und Getreides\u00e4cke st\u00fcrzte er um, wenn gebacken werden sollte, verdarb er den Sauerteig durch Erde und Spreu, in der K\u00fcche f\u00fcllte er die Kocht\u00f6pfe am Feuer mit Kohlen und Asche, verunreinigte die Speisen und Trinkgeschirre aufs Eckelhafteste, machte unsichtbar die T\u00fcren auf und zu, ri\u00df in der Nacht den Frauen die Betten und Hemden vom Leibe, nur gegen die 13j\u00e4hrige Tochter Preu\u00dfigers benahm er sich besser, ja er sagte ihr, eine fr\u00fchere Kinderfrau eines Herrn von Pl\u00f6tz, die D\u00f6rschnitze Anna, habe ihn in einem Korbe ins Haus gebracht. Er sa\u00df zuweilen in der Ofenh\u00f6lle in einem wei\u00dfen Hemde, das am Halse und Aermeln mit rothen B\u00e4ndern geschm\u00fcckt war, hatte graue neue Str\u00fcmpfe und alte Schuhe an, sein mit gro\u00dfen Glotzaugen und im Genicke mit einen Busch gelber Haare besetzter Kopf hing hinten \u00fcber. Er schenkte dem Kinde neue Spindeln und sch\u00f6ne Birnen, als er aber einmal aus einem Milchasch getrunken hatte und dieser deshalb eingeschlossen ward, stach er die K\u00fche mit einer Mistgabel in die Beine. Von einem Herrn von Carlowitz mit Pr\u00fcgeln bedroht, verschwand er endlich.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">aus Weber &#8222;Aus vier Jahrhunderten&#8220;<\/p>\n<h2>Das Wappen der Grafen von Lynar oder die Sage vom Schlangenk\u00f6nig im Schlosse zu L\u00fcbbenau<\/h2>\n<p>Im Schlosse und Dorfe L\u00fcbbenau, welches den Grafen Lynar geh\u00f6rt, die aus Toscana stammen, sowie in der hier in viele Arme sich spaltenden Spree giebt es viele Wasserschlangen, die zwar unsch\u00e4dlich sind, aber den K\u00fchen die Milch aussaugen sollen. Jedes Haus hat gew\u00f6hnlich zwei Hausschlangen, eine m\u00e4nnliche und eine weibliche, die sich nicht eher sehen lassen, als bis der Hausvater oder die Hausmutter stirbt, wo sie dann ihr Loos theilen. Dieses Schlangenheer hat aber einen K\u00f6nig zum Oberhaupt, eine sehr gro\u00dfe, starke und lange Schlange, welche auf dem Kopfe zwei gebogene Haken hat, mit denen sie ihre elfenbein\u00e4hnliche Krone tr\u00e4gt. Ein r\u00fcstiger Fischer, der noch in dem ersten Viertel dieses Jahrhunderts lebte, fischte einst in einem alten mit Weiden bewachsenen Graben unweit des Schlosses an der sogenannten Schnecke, und hat zu seinem gr\u00f6\u00dften Erstaunen, indem er das Netz herauszieht, eine gewaltig gro\u00dfe Schlange mit etwas Wei\u00dfem auf dem Haupte gefangen. Der Gewohnheit der dortigen Einwohner nach, sogleich alle Schlangen die ihnen in den Weg kommen, zu morden, nimmt er das Ruder, oder wie es in der Landessprache hei\u00dft, das Rudel und sticht die Schlange an. Diese erhebt ein lautes Pfeifen, im Augenblick sieht er sich von einem Haufen von Schlangen belagert, die sich in seinen aus einem einzigen Eichenstamme ausgeh\u00f6hlten Kahn (dergleichen die Fischer hier gebrauchen) dr\u00e4ngen und sein Ruder bis an die Spitze umringeln. Er ger\u00e4th in Angst und Schrecken, springt aus dem Kahne ans Ufer und will davon eilen, aber die Schlangen schie\u00dfen ihm nach. Zum Gl\u00fcck f\u00e4llt ihm ein, seine Jacke auszuziehen und diese von sich zu werfen, das thut er und entkommt. Die Schlangen hatten sich auf sein Kleidungsst\u00fcck als den vermeinten Feind geworfen und es durch und durch zernagt und bis in den faulen Graben mit geschleppt, wo man es nach einigen Tagen in diesem Zustande fand. Nun ist es aber eine alte Sage, da\u00df, wer sich der Krone des Schlangenk\u00f6nigs bem\u00e4chtigen k\u00f6nne, der gelange zu sehr gro\u00dfem Reichtum, die Krone selbst sei von unsch\u00e4tzbarem Werthe, ja man k\u00f6nne sogar auf diese Art die Schlangen vermindern, denn die Krone sei nur einzig vorhanden und erbe auf die erw\u00e4hlten K\u00f6nige. Er stieg zu Pferde, um bei drohender Gefahr desto schneller den r\u00e4chenden Schlangen enteilen zu k\u00f6nnen. Auf einem gr\u00fcnen Platze bei dem Schlosse breitete er an einem sch\u00f6nen Maitage ein feines wei\u00dfes gro\u00dfes Tuch aus, denn man wu\u00dfte, der Schlangenk\u00f6nig lege gern seine Krone auf reinliche wei\u00dfe Sachen, wenn er ungest\u00f6rt mit seinen Genossen spielen wollte. Kaum ist das Tuch ausgebreitet, so h\u00e4lt er mit dem Rosse nicht weit davon hinter einem Erlengeb\u00fcsch an der Schnecke, und zu seiner Freude sieht er den Schlangenk\u00f6nig mit Gefolge herbeikommen, und seine Krone auf das wei\u00dfe Tuch legen. Sie begeben sich sodann in vollem Zuge nach der Eisgrube, um auf dem Berge in der Sonne zu spielen. Der Reiter eilt sacht mit dem Rosse hinzu, nimmt sein Tuch mit der Krone an den vier Zipfeln zusammen und jagt im Fluge davon. Im Augenblick h\u00f6rt er ein durchdringendes Schlangenpfeifen. Er ist aber mit dem Rosse zu schnell und kommt bald auf das feste Land und Pflaster in die Stadt. Niemandem erz\u00e4hlte er von seinem Schatze, aber seit dieser Zeit ward er ein steinreicher Mann und noch heute ist sein Haus eins der reichsten Kaufmannsh\u00e4user in der Stadt, obgleich vielleicht nun die Familie selbst sich der Sage nicht mehr zu erinnern wei\u00df. Der oben erw\u00e4hnte Fischer fing freilich den Schlangenk\u00f6nig blo\u00df mit etwas Wei\u00dfem auf dem Haupte. Es waren also wohl nach der Sage die beiden Haken, in denen er sonst die Krone trug. Seitdem haben sich auch die Schlangen betr\u00e4chtlich vermindert, und auch hierin w\u00fcrde also die Sage erf\u00fcllt sein. Das Wappen der Grafen zu Lynar f\u00fchrt noch bis auf diese Stunde eine gekr\u00f6nte Schlange oder einen Schlangenk\u00f6nig im Schilde nebst einer Mauer, und soll dieses Bild eben bedeuten, entweder da\u00df ihnen derselbe mit seinem Volke hold und gew\u00e4rtig sei, oder das sie von jenen klugen Manne, der dem Schlangenk\u00f6nig seine Krone entf\u00fchrte, abstammen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">B\u00fcsching &#8222;W\u00f6chentliche Nachrichten f\u00fcr Freunde der Geschichte,<br \/>\nKunst und Gelahrtheit des Mittelalters&#8220; 1817<\/p>\n<h2>Geist M\u00fctzchen<\/h2>\n<p>Nicht weit von Freiberg ist ein Geh\u00f6lz, das hei\u00dft der heimische Busch, und in demselben hauste vordem ein Kobold, den die Leute M\u00fctzchen nannten und damit an den bekannten Kobold H\u00fctchen erinnerten. Geist M\u00fctzchen geh\u00f6rte zu jenen gespenstigen Hockelm\u00e4nnchen, die sich den Reisenden und solchen Leuten, die im Walde Gesch\u00e4fte hatten, aufhockten und sich weite Strecken tragen lie\u00dfen, bis die Leute ganz abgemattet waren und fast odemlos umsanken. Wenn sie ihn nun fast nicht mehr tragen konnten, h\u00fcpfte er von ihrem R\u00fccken pl\u00f6tzlich weg, schnellte auf einen Baum und schlug ein schm\u00e4tterndes Gel\u00e4chter auf. Dies arge Possenspiel trieb Geist M\u00fctzchen absonderlich im Jahre 1573 und sind viele Personen durch sein Aufhockeln krank geworden. Einst fand eine Butterh\u00f6kin einen pr\u00e4chtigen K\u00e4se im heimischem Busch. Des Fundes froh und \u00fcberrechnend was sie daf\u00fcr l\u00f6sen w\u00fcrde, legte sie ihn in ihren Tragkorb, da wurde der Korb so schwer, so schwer, da\u00df sie endlich von der Last niedergezogen ward und in die Knie sank und den Korb abwarf. Da rollte ein M\u00fchlstein aus dem Korbe und in die B\u00fcsche, und aus den B\u00fcschen schaute M\u00fctzchen mit gellendem Gel\u00e4chter, daher man auch von einem hell und krell Lachenden sagt: der lacht wie ein Kobold. Den Namen aber hatte M\u00fctzchen von seiner Nebelkappe, die ihn unsichtbar machte, und wenn er sie abthat, so sah man ihn, und dann setzte er sie oft pl\u00f6tzlich wieder auf und war im Nu verschwunden. Davon ist das Sprichwort entstanden, Wenn Jemand etwas sucht und es an einem Orte gesehen zu haben glaubt und es doch nicht finden kann, da\u00df man sagt: je da sitzt er und hat M\u00fctzchen auf!- n\u00e4mlich der Zwerglein unsichtbar machendes Nebelk\u00e4ppchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Bechstein &#8222;Deutsches Sagenbuch&#8220;<\/p>\n<h2>Das J\u00fcdel<\/h2>\n<p>Man kennt im ganzen Erzgebirge ein Kindergespenst, genannt J\u00fcdel oder Hebr\u00e4erchen (richtiger: das G\u00fctel von&#8220;gut&#8220;) und glaubt, da\u00df, wenn die kleinen Wochenkinder w\u00e4hrend des Schlafes die Augen halb aufthun, die Aug\u00e4pfel in die H\u00f6he wenden, als wollten sie etwas sehen, dabei zu l\u00e4cheln scheinen und dann wieder fortschlafen, manchmal auch zu weinen anfangen, da\u00df das J\u00fcdel mit ihnen spiele. Damit nun aber die Kinder von demselben nicht ferner beunruhigt werden, so kauft man ein kleines neues T\u00f6pfchen samt einen Quirlchen, und zwar so theuer, als man es bietet, ohne zu handeln, dahinein wird etwas von dem Bade des Kindes gegossen, und es dann auf den Ofen gestellt, und man sagt, das J\u00fcdel spiele damit und pl\u00e4tschere das Wasser so lange heraus, bis nichts mehr im T\u00f6pfchen sei. Andere blasen Eier aus den Schalen in des Kindes Brei und der Mutter Suppe und h\u00e4ngen solche hohle Eierschalen samt etlichen Kartenbl\u00e4ttern und anderen leichten Sachen mehr mit Zwirn an die Wiege des Kindes, da\u00df es fein frei schwebe. Wenn nun die Th\u00fcre aufgemacht wird, oder es geht oder bewegt sich Jemand in der Stube, also, da\u00df die am Faden schwebenden Sachen sich in der Luft bewegen, da sagen die Weiber, man solle nur Acht geben, wie das J\u00fcdel mit den Sachen an der Wiege spiele. Wenn zuweilen die kleinen Kinder rothe Flecke haben, da sagt man, das J\u00fcdel habe sie verbrannt; dann soll man das Ofenloch mit einem Speckschw\u00e4rtlein schmieren. Das J\u00fcdel spielt aber auch des Nachts mit den K\u00fchen, dann werden sie unruhig und brummen, macht man aber Licht an so sieht man nichts. Ebenso geht es an die Pferdestelle und f\u00e4ngt an die Pferde des Nachts zu striegeln, dann werden dieselben wild, bei\u00dfen und schlagen um sich, ohne da\u00df sie sich des Gespenstes, welches auf ihnen hockt, entledigen k\u00f6nnen. Um das J\u00fcdel als Hausgeist zu unterhalten, mu\u00df man ihm Bogen und Pfeile und Spielsachen in den Keller und in die Scheune legen, damit es damit spiele und Gl\u00fcck in&#8217;s Haus bringe. Wenn aber die W\u00f6chnerin vor demselben ganz sicher sein soll, so mu\u00df ein Strohhalm aus ihrem Bette an jede Th\u00fcre gelegt werden, dann kann weder das J\u00fcdel noch ein anderes Gespenst herein.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">&#8222;Gestriegelte Rockenphilosophie&#8220; 1759<\/p>\n<h2>Die Klagemutter, die Schretzelein, die Druden und die Feuerm\u00e4nner bei der Stadt Hof<\/h2>\n<p>In der N\u00e4he der Stadt Hof wohnten die Klagem\u00fctter. Es sind dieses alte Weiber, die an d\u00fcstern Pl\u00e4tzen wohnen, sich aber Niemanden zu nahe kommen lassen, ihre Farbe ist schwarz und ihre Besch\u00e4ftigung besteht in Wehklagen und Heulen. In der Stadt Hof selbst wohnen die Schretzelein oder Schretel, namentlich in den St\u00e4llen, wo sie in Gestalt kleiner hurtiger Thiere Unfug treiben. H\u00f6ren und sehen sie, da\u00df das Gesinde das Rindvieh schlecht behandelt, flucht und schimpft, dann sind sie oben auf, verderben das Futter und machen das Vieh unruhig, so da\u00df es nicht gedeiht. In derselben Gegend treiben auch die Druden ihr Unwesen. Es sind diese eine Art Hexen, welche sich bei Nacht in die Schlafkammern schleichen, sich diejenigen Schl\u00e4fer, welche auf dem R\u00fccken liegen, aussuchen, sich auf die Brust derselben setzen und sie so stark dr\u00fccken, da\u00df sie sich weder r\u00fchren noch um Hilfe rufen k\u00f6nnen. Dieselben tauschen auch, wenn sie in ein Haus kommen, wo eine W\u00f6chnerin liegt, sobald diese schl\u00e4ft und allein ist, was man deshalb im ganzen Voigtlande auch \u00fcberall \u00e4ngstlich vermeidet, die wohlgebildeten Kinder gegen ihre eigenen ungestalteten, die sogenannten Wechselb\u00e4lge, um. In derselben Gegend lassen sich auch bei Nacht im Freien an sumpfigen \u00f6den Stellen feurige M\u00e4nner sehen, welche die Wanderer vom rechten Wege abzulenken suchen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">aus Ernst &#8222;Geschichte und Beschreibung des Bezirkes und der Stadt Hof&#8220; 1866<\/p>\n<h2>Der Hehmann bei S\u00fcssebach<\/h2>\n<p>Im Walde zwischen S\u00fcssebach und den Schafh\u00e4usern lie\u00df sich sonst am Abend eine Stimme h\u00f6ren, wie eine t\u00fcchtige Mannsstimme, welche immer &#8222;Heh!&#8220; rief, weshalb die Leute sagten: &#8222;Der Hehmann l\u00e4\u00dft sich h\u00f6ren.&#8220; Drei Lauterbacher wollten sich einmal in der Nacht in jenem Walde etwas Holz holen, da lie\u00df sich der &#8222;Hehmann&#8220; h\u00f6ren und sie kehrten wieder um. So ging auch der alte Bauer H\u00f6fer eines Abends von S\u00fcssebach nach den Schafh\u00e4usern, den verfolgte der Hehmann auch mit seinem Rufen, ganz heran an ihn kam er aber nicht.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">aus K\u00f6hler &#8222;Volksbrauch, Aberglauben, Sagen und Ueberlieferungen im Voigtlande&#8220; 1867<\/p>\n<h2>Das Heug\u00fctel<\/h2>\n<p>Gewisse Leute hatten einmal sehr mageres Vieh, bis sie ein Heug\u00fctel bekamen. Da wurde es mit dem Vieh besser. Das Heug\u00fctel aber ist der Geist eines ungetauften Kindes. Sie wu\u00dften, da\u00df sie en Heug\u00fctel im Hause hatten, denn sie streuten Asche auf den Boden unter dem Dache und da sahen sie seine Fu\u00dfstapfen. Als Weihnachten kam, sagten sie: &#8222;nun wollen wir doch auch dem Heug\u00fctel etwas zum heiligen Christ geben!&#8220; und sie gaben ihm ein R\u00f6ckchen und ein J\u00e4ckchen. Da sagte das Heug\u00fctel: &#8222;nun habt Ihr mir ein R\u00f6ckchen und ein J\u00e4ckchen gegeben, das ist zu viel, nun mu\u00df ich ausziehen!&#8220; Und das Heug\u00fctel zog fort und das Vieh wurde wieder mager. Alte Leute im Voigtlande glauben noch an das Heug\u00fctel und dringen darauf, da\u00df neugeborene Kinder schnell getauft werden, damit sie nicht zu Heug\u00fcteln werden. Auch findet man die Redensart, wenn ein Kind seine kleinen Fu\u00dftapfen hinterl\u00e4\u00dft: &#8222;Du bist ja ein Heug\u00fctel.&#8220; Das Heug\u00fctel ist dasselbe Wesen wie das oben erw\u00e4hnte G\u00fctel oder J\u00fcdel des Erzgebirges. In Ober\u00f6sterreich hei\u00dft G\u00f6d das Taufkind und im Oberungarischen ist G\u00f6dchen = Pathenkind. Im Reu\u00dfischen kennt man das sogenannte Futterm\u00e4nnchen statt des Heug\u00fctels.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">aus K\u00f6hler &#8222;Aberglauben im Voigtlande&#8220; 1867<\/p>\n<h2>Das Erdh\u00fchnchen<\/h2>\n<p>In Oelsnitz und der Umgebung zeigt sich das sogenannte Erdh\u00fchnchen, wenn Jemand sterben soll. Einst war ein Knabe in Oelsnitz mit seinem kranken Schwesterchen Nachmittags allein in der Stube. Da lief auf einmal ein Vogel, grau, gerade wie ein Lacht\u00e4ubchen, \u00fcber die Stube unter das Bett und lie\u00df ein &#8222;G\u00fcck, g\u00fcck, g\u00fcck, g\u00fcck&#8220; schnell nacheinander h\u00f6ren. Am folgenden Morgen war das Schwesterchen todt. Der Vogel war ein Erdh\u00fchnchen gewesen und hatte den Todesfall angezeigt. Ein Einwohner von Unterhermsgr\u00fcn sah die Erdh\u00fchnchen vor dem Tode seiner Frau. Das geschah jedoch, als er noch in Freiberg bei Adorf lebte. Er befand sich Nachmittags 4 Uhr in der Stube, als auf einmal zwei Erdh\u00fchnchen kamen und ihr &#8222;L\u00fcck, l\u00fcck, l\u00fcck&#8220; h\u00f6ren lie\u00dfen; sie waren so gro\u00df wie Staare und etwas dunkler wie eine Lachtaube. In Bodenneukirchen zeigten Erdh\u00fchnchen den Tod dessen, dem sie erschienen waren, an.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">aus K\u00f6hler &#8222;Aberglauben im Voigtlande&#8220; 1867<\/p>\n<h2>Das Waldweibchen in Steinbach<\/h2>\n<p>In den W\u00e4ldern bei Steinbach und Grumbach ohnweit J\u00f6hstadt l\u00e4\u00dft sich oft ein altes M\u00fctterchen sehen, das ist das Waldweibchen. Es thut niemanden etwas zu Leide, ja es hilft sogar den Leute bei der Arbeit. Man erz\u00e4hlt, das es vom Satan oder dem wilden J\u00e4ger gejagt werde und auf seiner Flucht einen Stock, in dem die Holzhauer ein Kreuz gehauen, suche, sich darauf setze und alsdann erl\u00f6st werde. Vor alten Zeiten ist es in den genannten D\u00f6rfern in die H\u00e4user gekommen, hat sich an den Ofenheerd gesetzt und gesponnen, wenn es aber das Gespinst herein in die Stube geworfen, dann hat man ihm zu essen geben m\u00fcssen. So hat man im Jahre 1681 bei dem Beginn der Pest auf dem Pfannenstiel, dem sogenannten Sch\u00f6nburgischem hohen Wald, ein Holzweib gesehen, welches einen gro\u00dfen Schneefall, schnelle Wasserfluten und hitzigen Sommer angedeutet, darauf viele Menschen und Vieh sterben w\u00fcrden. Im Jahre 1633 hat bei Steinbach am Aschermittwoche ein Bauer einen Baum im Walde gef\u00e4llt, und in dem der Baum im Falle ist, haut er nach der Holzhacker Gebrauch ein Kreuz hinein. Sogleich kommt ein gejagtes Weiblein und bleibt an dem mit dem Kreuze gezeichneten Baume stehen, da es denn sitzen geblieben. Unterdessen f\u00fcllt es dem Holzhacker seinen Korb mit Sp\u00e4hnen, er aber sch\u00fcttete die Sp\u00e4hne wieder aus, und da von ohngef\u00e4hr ein Sp\u00e4hnchen h\u00e4ngen geblieben, findet er, als er nach Hause kommt einen ganzen Thaler. Er geht alsobald wieder in den Wald, in der Hoffnung, solcher Thalersp\u00e4hne viele aufzulesen, aber vergebens. Doch weil der Mann damals in kurer Zeit zu Mitteln gekommen, hat man vermuthet,er m\u00fcsse doch etwas gefunden haben. Von dieser Zeit an geht Niemand gern am Aschermittwoch daselbst in&#8217;s Holz, in der Meinung, der Teufel jage das Holzweibchen am Aschermittwoch.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">Lehmann &#8222;Obererzgebirgisches deutsches Sagenbuch<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Naturgeister in Sachsen Sage vom Otterk\u00f6nig bei Oelsnitz Der Bd.I.S.226 mitgetheilten Sage vom &#8222;Schlangenk\u00f6nig im Schlosse zu L\u00fcbbenau&#8220;, welche in anderer Version auch in der Lausitz (E. Willkomm, Sagen und M\u00e4rchen aus der Oberlausitz. Hannover, 1845. Bd.II.S.195. sq.) und in Nordb\u00f6hmen vorkommt (Klar&#8217;s Libussa f\u00fcr 1855, S.69. Nordb\u00f6hmische Volksm\u00e4rchen von J. 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