{"id":305,"date":"2018-02-28T14:17:59","date_gmt":"2018-02-28T13:17:59","guid":{"rendered":"http:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=305"},"modified":"2018-02-28T15:16:18","modified_gmt":"2018-02-28T14:16:18","slug":"das-keltendorf-bundenbach-und-seine-umgebung","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=305","title":{"rendered":"Das Keltendorf Bundenbach und seine Umgebung"},"content":{"rendered":"<h1>Das Keltendorf Bundenbach und seine Umgebung<\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft wp-image-306 size-full\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/126.jpg\" alt=\"\" width=\"298\" height=\"197\" \/>Vom Keltendorf Bundenbach hatte ich zuvor schon oft gelesen &#8211; in der &#8222;Arch\u00e4ologie in Deutschland&#8220;, in der Karfunkel oder in arch\u00e4ologischen Reisef\u00fchrern. Sowas macht neugierig. Um so mehr hab ich mich gefreut, als ich es geschafft hab zum Keltenfestival ins Museumsdorf eingeladen zu werden. Da findet schon seit \u00fcber 20 Jahren Mitte August ein Festival mit mittelalterlicher und keltischer Musik statt und drumrum ist ein keltisch-mittelalterlicher Markt. Also bin ich hin in ewigen Serpentinen durch die Hunsr\u00fccker W\u00e4lder gefahren, auf Waldpfaden herumgeirrt bis ich das Museumsdorf Altburg im naheliegenden Wald von Bundenbach gefunden habe. Auf einem Bergsporn \u00fcber dem Hahnenbach thront da das alte Keltendorf. Das hei\u00dft so alt ist es ja gar nicht. Nach Ausgrabungen von 1971-74 durch das Rheinische Landesmuseum Trier wurde dort das ergrabene Keltendorf des 1.Jhd. v.0 teilweise neu errichtet und 1988 f\u00fcr Besucher er\u00f6ffnet. Durch die Ausgrabungen konnte der Bebauungsplan der keltischen Kleinburg vollst\u00e4ndig rekonstruiert werden. Die leicht befestigte H\u00f6hensiedlung bestand etwa von 170 v.0 bis 50 v.0 und wurde erst sp\u00e4ter mit starken Mauern umgeben. Die kr\u00e4ftigen Trockenmauern mit St\u00fctzbalken und <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-309 alignright\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/102.jpg\" alt=\"\" width=\"248\" height=\"226\" \/>vorgelagertem Graben sind als Versturzwall mit Grabensenke im Eingangsbereich der Altenburg noch gut erkennbar, wo man heute von zwei keltischen G\u00f6tterstatuen empfangen wird. Die Siedlung bestand etwa 20 Jahre bevor Caesar seinen gallischen Eroberungskrieg begann &#8211; haben die Bewohner da etwas geahnt? Heute wird das Keltendorf regelm\u00e4\u00dfig mittels Veranstaltungen belebt. Neben dem Keltenfestival im August gibt es Lager im Fr\u00fchling, Sommer, Herbst mit handwerklichen Vorf\u00fchrungen wie Schmieden, Brotbacken, Hausbau usw.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-314 alignnone\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/099.jpg\" alt=\"\" width=\"275\" height=\"226\" \/> <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-315 alignnone\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/100.jpg\" alt=\"\" width=\"389\" height=\"226\" srcset=\"https:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/100.jpg 389w, https:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/100-300x174.jpg 300w, https:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/100-350x203.jpg 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 389px) 100vw, 389px\" \/><\/p>\n<p>Von Anfang April bis Ende Oktober kann das Museumsdorf t\u00e4glich besichtigt werden. Anmeldung und den Schl\u00fcssel zum Reinkommen gibt es in der darunterliegenden Besuchergrube Herrenberg, wo man auch parken und etwas essen kann. Dort kann man auch gleich die historische Schiefergrube mit besichtigen. Durch handgepickelte Stollen aus dem 16.Jh., deren Anf\u00e4nge sogar in R\u00f6merzeiten liegen, kann man, vorbei an gigantischen Quarzader, die sich durch Schiefergestein schl\u00e4ngeln, Tropfsteinen und goldgl\u00e4nzenden Pyriten, die unterirdische Welt des Hahnenbachtals erkunden. Mit viel Gl\u00fcck findet man sogar Fossilien verborgen im Schiefergestein.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-322 alignleft\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/106.jpg\" alt=\"\" width=\"294\" height=\"574\" srcset=\"https:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/106.jpg 294w, https:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/106-154x300.jpg 154w\" sizes=\"auto, (max-width: 294px) 100vw, 294px\" \/>Und wenn ihr schon mal da seid, macht&#8217;s wie ich und wandert dort durch die faszinierenden W\u00e4lder zur gegen\u00fcberliegenden Schmidtburg. Allein der Weg dahin ist herrlich. Vorbei an der Altburg versteckt sich am hintersten rechten Eck des H\u00f6henplateaus ein kleiner schmaler Wanderpfad der steil ab den Berg hinunterf\u00fchrt. Links und rechts von diesem Pfad findet man im Sp\u00e4tsommer Unmengen an Pilzen. Das hat nichts mehr mit Pilze-suchen zu tun, das ist Ernten! Schl\u00e4gt man sich links durch&#8217;s Geb\u00fcsch steht man bald an steilen Abh\u00e4ngen mit einem atemberaubenden Ausblick. Der Pfad f\u00fchrt in einer Rechtskurve den Berg hinab und f\u00fchrt bald auf dem blanken Schieferboden. Man erkennt deutlich Wagenspuren eines uralten Hohlweges, die sich tief in den Schiefer gegraben haben. Rechts in der Felswand sieht man auch verst\u00fcrzte Stolleneing\u00e4nge, die nicht mehr wirklich zug\u00e4nglich sind au\u00dfer f\u00fcr die zahlreichen Flederm\u00e4use. Irgendwann erreicht man den Hahnenbach im Tal \u00fcber den eine wundersch\u00f6n gebogene Br\u00fccke f\u00fchrt. Bei hei\u00dfem Wetter kann man herrlich in dem Bach herumplantschen und sch\u00f6ne Schiefersteinchen sammeln, sogar einen kleinen Achatsplitter habe ich darin gefunden. \u00dcber die Br\u00fccke f\u00fchrt der Weg den Berg wieder hinauf zur Schmidtburg. Sie ist wirklich eine gigantische sch\u00f6ne Ruine. <img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-323 alignright\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/108.jpg\" alt=\"\" width=\"221\" height=\"461\" srcset=\"https:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/108.jpg 221w, https:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/108-144x300.jpg 144w\" sizes=\"auto, (max-width: 221px) 100vw, 221px\" \/>Ihr Ursprung reicht weit bis ins Jahr 926 zur\u00fcck als drei fr\u00e4nkische Edle dort eine Fluchtburg vor den einfallenden Ungarn errichteten. Die heute noch erhaltene Burg hat aber wohl nichts mit dieser Fluchtburg gemein. Wahrscheinlich haben die Wildgrafen, deren Stammsitz Schmidtburg erstmals 1084 erw\u00e4hnt wurde, die Fluchtburg entweder umgebaut oder die Schmidtburg auf deren Ruinen so errichtet. Die Wild- oder auch Waldgrafen waren es auch, die um die Schmidtburg den Wald roden lie\u00dfen und so das Dorf Bundenbach entstand, das allerdings erst 1283 erstmals urkundlich erw\u00e4hnt wird. Die Schmidtburg geh\u00f6rt zu den \u00e4ltesten Burgen des Hunsr\u00fccks. In den 60er Jahren des vorigen Jahrhunderts waren es die Pfadfinder, die als erste auf der Schmidtburg aufr\u00e4umten. Zeitgleich mit den Ausgrabungen im Keltendorf fanden auch auf der Schmidtburg erste Sicherungsma\u00dfnahmen statt und erneute Freilegungs- und Sicherungsma\u00dfnahmen dank der ABM in den 80er Jahren machten die Schmidtburg heute wieder zug\u00e4nglich. \u00dcberall findet man jetzt Treppen, Erker, Mauern und R\u00e4ume verteilt auf mehreren H\u00f6henplateaus und dazwischen \u00fcberall Zelte. Denn auf der Schmidtburg darf man zelten &amp; Feuer machen, nachdem man sich in der Gemeinde Schneppenbach daf\u00fcr angemeldet hat. Und gerade zum Keltenfestival nutzen das einige Besucher.<\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-328 aligncenter\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/117.jpg\" alt=\"\" width=\"221\" height=\"298\" \/><\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-327 aligncenter\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/115.jpg\" alt=\"\" width=\"304\" height=\"222\" srcset=\"https:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/115.jpg 304w, https:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/115-300x219.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 304px) 100vw, 304px\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-332 aligncenter\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/128.jpg\" alt=\"\" width=\"223\" height=\"298\" \/><\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-329 aligncenter\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/121.jpg\" alt=\"\" width=\"297\" height=\"222\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-330 aligncenter\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/123.jpg\" alt=\"\" width=\"296\" height=\"222\" \/><\/td>\n<td><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-326 aligncenter\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/130.jpg\" alt=\"\" width=\"298\" height=\"222\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td colspan=\"2\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-full wp-image-331\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/02\/124.jpg\" alt=\"\" width=\"298\" height=\"222\" \/><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>Vielleicht sieht man sich das n\u00e4chste Mal dort. Ich hab mich jedenfalls in das Keltendorf verliebt und werde kein Keltenfestival mehr auslassen!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Keltendorf Bundenbach und seine Umgebung Vom Keltendorf Bundenbach hatte ich zuvor schon oft gelesen &#8211; in der &#8222;Arch\u00e4ologie in Deutschland&#8220;, in der Karfunkel oder in arch\u00e4ologischen Reisef\u00fchrern. Sowas macht neugierig. Um so mehr hab ich mich gefreut, als ich es geschafft hab zum Keltenfestival ins Museumsdorf eingeladen zu werden. 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