{"id":5136,"date":"2018-11-05T17:04:41","date_gmt":"2018-11-05T16:04:41","guid":{"rendered":"http:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=5136"},"modified":"2018-11-05T17:04:41","modified_gmt":"2018-11-05T16:04:41","slug":"sigurdharkvida-fafnisbana-oennur","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=5136","title":{"rendered":"Sigurdharkvida Fafnisbana \u00f6nnur"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: center;\">Sigurdharkvida Fafnisbana \u00f6nnur<br \/>\nDas andere Lied von Sigurd dem Fafnirst\u00f6ter<\/h1>\n<p style=\"text-align: center;\">I.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Sigurd ging zu Hialpreks Gest\u00fct und w\u00e4hlte sich daraus einen Hengst, der seitdem Grani genannt wurde. Da war zu Hialprek Regin gekommen, Hreidmars Sohn. Er war \u00fcber alle M\u00e4nner kunstreich, dabei ein Zwerg von Wuchs. Er war weise, grimm und zauberkundig. Regin \u00fcbernahm Sigurds Erziehung und Unterricht und liebte ihn sehr. Er erz\u00e4hlte dem Sigurd von seinen Voreltern und den Abenteuern, wie Odin, H\u00f6nir und Loki einst zu Andwaris Wasserfall kamen. In diesem Wasserfall war eine Menge Fische. Ein Zwerg, der Andwari hie\u00df, war lange in dem Wasserfall in Hechtsgestalt und fing sich da Speise. &#8222;Otr hie\u00df unser Bruder&#8220;, sprach Regin, &#8222;der fuhr oft in den Wasserfall in Otters Gestalt. Da hatte er einst einen Lachs gefangen und sa\u00df am Flu\u00dfrand und a\u00df blinzelnd. Loki warf ihn mit einem Stein zu Tode. Da dauchten sich die Asen sehr gl\u00fccklich gewesen zu sein und zogen dem Otter den Balg ab. Denselben Abend suchten sie Herberge bei Hreidmar und zeigten ihm ihre Beute. Da griffen sie sie mit H\u00e4nden und legten ihnen Lebensl\u00f6sung auf: sie sollten den Otterbalg mit Gold f\u00fcllen und au\u00dfen mit rotem Golde bedecken. Da schickten sie Loki aus, das Gold zu beschaffen. Er kam zu Ran und erhielt ihr Netz und warf das Netz vor den Hecht und er lief in das Netz. Da sprach<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Loki:<br \/>\nWas f\u00fcr ein Fisch ist&#8217;s, der in der Flut rennt,<br \/>\nKann sich vor Witz nicht wahren?<br \/>\nAus Hels Hause l\u00f6se dein Haupt nun<br \/>\nUnd schaffe mir gl\u00e4nzende Glut.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Andwari, der Hecht:<br \/>\nAndwari hei\u00df ich, O\u00efn hie\u00df mein Vater;<br \/>\nDurch manchen Flu\u00dffall fuhr ich.<br \/>\nFr\u00fch f\u00fcgte mir eine feindliche Norne,<br \/>\nIch sollt im Wasser waten.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Loki:<br \/>\nSage mir, Andwari, so du anders willst<br \/>\nBei Menschen l\u00e4nger leben,<br \/>\nWelche Strafe wird Menschens\u00f6hnen,<br \/>\nDie sich mit Lug verletzen?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Andwari:<br \/>\nHarte Strafe wird Menschens\u00f6hnen,<br \/>\nDie in Wadgelmir waten.<br \/>\nWer mit Unwahrheit den andern verl\u00fcgt,<br \/>\n\u00dcberlang schmerzen die Strafen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Loki sah all das Gold, das Andwari besa\u00df. Aber als dieser das Gold entrichtet hatte, hielt er einen Ring zur\u00fcck. Loki nahm ihm auch den hinweg. Da ging der Zwerg in den Stein und sprach:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Nun soll das Gold, das Gust hatte,<br \/>\nZweien Br\u00fcdern das Ende bringen<br \/>\nUnd der Edelinge acht verderben:<br \/>\nMein Gold soll keinem zu Gute kommen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die Asen entrichteten dem Hreidmar den Schatz, f\u00fcllten den Otterbalg und stellten ihn auf die F\u00fc\u00dfe. Da sollten die Asen das Gold darum legen und den Otter h\u00fcllen. Aber als es getan war, ging Hreidmar hinzu und sah ein Barthaar und hie\u00df auch das h\u00fcllen. Da zog Odin den Ring Andwara-Naut hervor und h\u00fcllte das Haar.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Loki:<br \/>\nIch gab dir das Gold, Entgeltung ward dir,<br \/>\nHerrliche, meines Hauptes.<br \/>\nDeinem Sohne schafft es keinen Segen<br \/>\nEs bringt euch beiden den Tod.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Hreidmar:<br \/>\nGaben gabst du, nicht Liebesgaben,<br \/>\nGabst nicht aus holdem Herzen.<br \/>\nEures Lebens w\u00e4rt ihr ledig,<br \/>\nWu\u00dft ich diese Gef\u00e4hr zuvor.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Loki:<br \/>\nNoch \u00fcbler ist was zu ahnen mich d\u00fcnkt,<br \/>\nDer K\u00fcnftigen Kampf um ein Weib.<br \/>\nUngeboren noch acht ich die Edelinge,<br \/>\nDie um den Hort sich hassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Hreidmar:<br \/>\nDas rote Gold ist mir verg\u00f6nnt.<br \/>\nDenk ich, so lang ich lebe.<br \/>\nDeine Drohungen f\u00fcrcht ich keinen Deut;<br \/>\nAber hebt euch heim von hinnen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Fafnir und Regin verlangten von Hreidmar Verwandten-Bu\u00dfe wegen ihres Bruders Otr. Er aber sagte nein dazu. Da t\u00f6tete Fafnir seinen Vater Hreidmar mit dem Schwert, als er schlief. Hreidmar rief seinen T\u00f6chtern:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Lyngheid und Lofnheid! Mein Leben ist aus,<br \/>\nUm Rache trauer ich Betr\u00fcbter.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Lyngheid:<br \/>\nDie Schwester mag selten, wenn der Vater erschlagen ist,<br \/>\nDer Br\u00fcder Verbrechen ahnden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Hreidmar:<br \/>\nErzieh ein M\u00e4dchen, wolfherzige Maid,<br \/>\nEntspringt deinem Scho\u00dfe nicht ein Sohn;<br \/>\nGib der Maid einen Mann, es mahnt die Not:<br \/>\nSo soll ihr Sohn uns Rache schaffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Da starb Hreidmar; aber Fafnir nahm das Gold. Da verlangte auch Regin sein Vatererbe. Aber Fafnir sagte nein dazu. Da suchte Regin Rat bei Lyngheid, seiner Schwester, wie er sein Vatererbe erlangen solle. Sie sprach:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Vom Bruder erbitte br\u00fcderlich<br \/>\nDas Erb und edlern Sinn.<br \/>\nNicht steht es dir zu, mit dem Schwerte<br \/>\nVon Fafnir zu fordern das Gut.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Diese Dinge erz\u00e4hlte Regin dem Sigurd. Jenes Tages, da er zu Regins Hause kam, wurde er wohl empfangen. Regin sprach:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Nun ist Sigmunds Sohn gekommen,<br \/>\nDer hurtige Held, zu unserm Haus;<br \/>\nMut hat er mehr als ich alter Mann:<br \/>\nBald kommt mir Kampf von dem k\u00fchnen Wolf.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Ich habe des heerk\u00fchnen Helden zu pflegen,<br \/>\nDer uns ein Enkel Yngwis kam.<br \/>\nEr wird der M\u00e4nner M\u00e4chtigster werden.<br \/>\nLaut umreist die Welt des Schicksals Gewebe.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Sigurd blieb nun best\u00e4ndig bei Regin und da sagte er dem Sigurd, da\u00df Fafnir auf der Gnitaheide l\u00e4ge in Wurmgestalt. Er hatte den \u00d6gishelm, vor dem alles Lebende sich entsetzte. Regin schuf dem Sigurd ein Schwert, Gram genannt: das war so scharf, da\u00df er es in den Rhein steckte und lie\u00df eine Wollflocke den Strom hinab treiben: da zerschnitt das Schwert die Flocke wie das Wasser. Mit diesem Schwert schlug Sigurd Regins Ambo\u00df entzwei. Danach reizte Regin den Sigurd, den Fafnir zu t\u00f6ten: er aber sprach:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Laut w\u00fcrden Hundings S\u00f6hne lachen,<br \/>\nDie um sein Leben Eilimi brachten,<br \/>\nWenn mich, einen K\u00f6nig, mehr verlangte<br \/>\nNach roten Ringen als nach Vaterrache.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\nII.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">K\u00f6nig Hialprek gab dem Sigurd Schiffsvolk zur Vaterrache. Da traf sie ein gewaltiges Unwetter, so da\u00df sie vor einem Vorgebirge halten mu\u00dften. Ein Mann stand am Berg und sprach:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Wer reitet dort auf R\u00e4wils Hengsten<br \/>\n\u00dcber wilde Wogen und wallendes Meer?<br \/>\nVom Schwei\u00dfe sch\u00e4umen die Segelpferde:<br \/>\nDie Wellenrosse werden den Wind nicht halten.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Regin:<br \/>\nHier sind wir mit Sigurd auf Seeb\u00e4umen:<br \/>\nWir fanden Fahrwind in den Tod zu fahren.<br \/>\n\u00dcber die Schiffsschn\u00e4bel schl\u00e4gt uns das Meer:<br \/>\nDie Flutrosse fallen; wer fragt danach?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Der Mann:<br \/>\nHnikar hie\u00df man mich, wenn ich Hugin erfreute,<br \/>\nJunger W\u00f6lsung, auf der Walstatt.<br \/>\nNun magst du mich nennen den Mann vom Berge,<br \/>\nFeng oder Fi\u00f6lnir; Fahrt will ich schaffen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Da legten sie ans Land; der Mann ging aufs Schiff und beschwichtigte das Wetter.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Sigurd:<br \/>\nK\u00fcnde mir, Hnikar, du kennst die Zeichen<br \/>\nDes Gl\u00fccks bei G\u00f6ttern und Menschen:<br \/>\nVor dem Gefecht was ist der erfreulichste<br \/>\nAngang beim Schwerterschwingen?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Hnikar:<br \/>\nManche sind gut, wenn Menschen sie w\u00fc\u00dften,<br \/>\nAng\u00e4nge beim Schwerterschwingen.<br \/>\nGut d\u00fcnkt mich zun\u00e4chst des nachtschwarzen Raben<br \/>\nGeleit dem Lenker der Schlachten.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Gut auch ist der Angang, so du hinaus kommst<br \/>\nUnd stehst bereit zur Reise,<br \/>\nWenn zwei vor dem Hofe zum Zweikampf fertig stehn,<br \/>\nRuhmgierige Recken.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Der Angang auch ist gut, wenn bei der Esche<br \/>\nDu den Wolf h\u00f6rst heulen:<br \/>\n\u00dcber Helmtr\u00e4ger hast du Sieg zu hoffen,<br \/>\nSiehst du ihn vorw\u00e4rts fahren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Stehe keiner beim Kampf entgegen<br \/>\nDer sp\u00e4t scheinenden Schwester des Mondes.<br \/>\nDie sollen siegen, die sehen k\u00f6nnen<br \/>\nWenn das Schwertspiel beginnt, der Schlachtkeil geordnet wird.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Da f\u00fcrchte Gefahr, wenn der Fu\u00df dir strauchelt,<br \/>\nSo du zum Kampfe kommst.<br \/>\nTrugdisen stehn dir zu beiden Seiten<br \/>\nUnd wollen dich verwundet sehn.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Gek\u00e4mmt und gewaschen sei der K\u00e4mpfer<br \/>\nUnd halte sein Mahl am Morgen:<br \/>\nUngewi\u00df ist wo der Abend ihn findet,<br \/>\nUnd \u00fcbel, vor der Zeit fallen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Sigurd hielt eine gro\u00dfe Schlacht mit Lyngwi, Hundings Sohn, und dessen Br\u00fcdern. Da fiel Lyngwi und die Br\u00fcder. Nach dem Kampf sprach Regin:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Nun ist der Blutaar mit bei\u00dfendem Schwert<br \/>\nIn den R\u00fccken geschnitten Sigmunds M\u00f6rder.<br \/>\nKein Gr\u00f6\u00dferer je hat den Grund get\u00f6tet<br \/>\nAller f\u00fcrstlichen Erben, und die Raben erfreut.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Sigurd fuhr heim zu Hialprek. Da reizte Regin den Sigurd, da\u00df er Fafnir t\u00f6te.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<span style=\"font-size: 8pt;\">Unser Dank gilt Dungeon Keeper f\u00fcr den zugesanden Text.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sigurdharkvida Fafnisbana \u00f6nnur Das andere Lied von Sigurd dem Fafnirst\u00f6ter I. Sigurd ging zu Hialpreks Gest\u00fct und w\u00e4hlte sich daraus einen Hengst, der seitdem Grani genannt wurde. Da war zu Hialprek Regin gekommen, Hreidmars Sohn. Er war \u00fcber alle M\u00e4nner kunstreich, dabei ein Zwerg von Wuchs. 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