{"id":5142,"date":"2018-11-05T17:07:07","date_gmt":"2018-11-05T16:07:07","guid":{"rendered":"http:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=5142"},"modified":"2018-11-05T17:07:07","modified_gmt":"2018-11-05T16:07:07","slug":"brot-af-brynhildarkvidu-bruchstueck-eines-bruenhildenliedes","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=5142","title":{"rendered":"Brot af Brynhildarkvidu &#8211; Bruchst\u00fcck eines Br\u00fcnhildenliedes"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: center;\">Brot af Brynhildarkvidu<br \/>\nBruchst\u00fcck eines Br\u00fcnhildenliedes<\/h1>\n<p style=\"text-align: center;\">H\u00f6gni:<br \/>\nWie bist du, Gunnar, Giukis Erzeugter,<br \/>\nZur Rache bereit und mordlichem Rat?<br \/>\nWas hat so Schweres Sigurd verbrochen,<br \/>\nDa\u00df du dem K\u00fchnen willst k\u00fcrzen das Leben?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Gunnar:<br \/>\nMir hat Sigurd Eide geschworen,<br \/>\nEide geschworen und alle gebrochen.<br \/>\nTreulos t\u00e4uscht er mich, als er in Treue mir<br \/>\nSeine Schw\u00fcre bew\u00e4hren sollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">H\u00f6gni:<br \/>\nDich hat Br\u00fcnhild B\u00f6ses zu tun<br \/>\nIm Zorn gereizt zu Rachsucht und Mord.<br \/>\nGudrunen g\u00f6nnt sie so gute Ehe nicht,<br \/>\nSie selbst zu besitzen, sie mi\u00dfg\u00f6nnt es dir. &#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Sie brieten Wolfsfleisch, den Wurm zerschnitten sie,<br \/>\nGaben dem Guthorm Geierfleisch<br \/>\nEhe sie mochten, die Mordgierigen,<br \/>\nAn den hehren Helden die H\u00e4nde legen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Gesunken war Sigurd s\u00fcdlich am Rhein:<br \/>\nVon hoher Heister schrie heiser ein Rabe:<br \/>\n&#8222;In Euch wird Atli das Eisen r\u00f6ten;<br \/>\nEure Eide \u00fcberwinden Euch, M\u00f6rder!&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Au\u00dfen stand Gudrun, Giukis Tochter;<br \/>\nDies war das erste Wort, das sie sprach:<br \/>\nWo s\u00e4umt nun Sigurd, der Sieger der M\u00e4nner,<br \/>\nDa\u00df meine Freunde zuvorderst reiten?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Allein war&#8217;s H\u00f6gni, der Antwort gab:<br \/>\n&#8222;Mit dem Schwert erschlagen den Sigurd haben wir;<br \/>\nDen Kopf h\u00e4ngt das Grauro\u00df \u00fcber den toten K\u00f6nig.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Da sprach Br\u00fcnhild, Budlis Tochter:<br \/>\n&#8222;Nun werdet ihr walten des Lands und der Waffen:<br \/>\nDie h\u00e4tte der Hunnische beherrscht allein,<br \/>\nLie\u00dft ihr das Leben ihn l\u00e4nger behalten.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">&#8222;Nicht frommt es, herrschte der F\u00fcrst noch l\u00e4nger<br \/>\n\u00dcber Giukis Erb und der Goten Menge,<br \/>\nWenn die Schar zu durchschneiden der S\u00f6hne f\u00fcnf,<br \/>\nDer kampfk\u00fchnen, der K\u00f6nig hier zeugte.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Da lachte Br\u00fcnhild, die Burg rings erscholl;<br \/>\nEs ging ihr wieder aus ganzem Herzen:<br \/>\n&#8222;Lang m\u00f6gt ihr walten des Lands und der Waffen,<br \/>\nDa ihr den k\u00fchnen K\u00f6nig f\u00e4lltet.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Da sprach Gudrun, Giukis Tochter:<br \/>\n&#8222;Du freust dich frech der freveln Tat;<br \/>\nDoch Geister ergreifen einst Gunnar den M\u00f6rder:<br \/>\nZ\u00fcchtigung ziemt dem zorngrimmen Herzen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Am tiefen Abend &#8211; getrunken war viel<br \/>\nUnd mancher Scherzspruch gesprochen dabei &#8211;<br \/>\nBald entschliefen die zu Bette kamen;<br \/>\nGunnar allein von allen wachte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die F\u00fc\u00dfe bewegt er, sprach viel mit sich selbst;<br \/>\nDer Weiser der Wehrschar erwog im Herzen:<br \/>\nWas sich geschw\u00e4tzig wohl sagten die beiden,<br \/>\nAar und Rabe auf ihrem Heimritt?<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Br\u00fcnhild erwachte, Budlis Erzeugte,<br \/>\nDer Ski\u00f6ldungen Tochter, eh der Tag erschien:<br \/>\n&#8222;Nun m\u00f6gt ihr mich mahnen, der Mord ist vollbracht!<br \/>\nMein Leid zu sagen, oder abzulassen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Grimmes sah ich, Gunnar, im Schlaf:<br \/>\nIm Saal alles tot, ich schlief im kalten Bett,<br \/>\nDieweil du, K\u00f6nig, kummervoll rittest<br \/>\nDie Fessel am Fu\u00df in der Feinde Heer:<br \/>\nSo soll, Niflungen, nun euer Geschlecht<br \/>\nDie Macht missen, denn meineidig seid ihr.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">So g\u00e4nzlich, Gunnar, verga\u00dfest du&#8217;s,<br \/>\nWie das Blut in die Fu\u00dfspur euch beiden rann!<br \/>\nNun hast du das alles ihm \u00fcbel gelohnt,<br \/>\nDa\u00df der F\u00fcrst der vorderste stets gefunden ward.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Klar ward es erkannt, da geritten kam<br \/>\nZu mir der Mutige, mich dir zu werben,<br \/>\nWie der Wehrscharweiser wandellos<br \/>\nDie Eide hielt dem jungen Helden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Das Schwert legte, das goldgeschm\u00fcckte,<br \/>\nDer m\u00e4chtige K\u00f6nig mitten zwischen uns,<br \/>\nMit Feuer au\u00dfen die Ecken belegt,<br \/>\nMit Eitertropfen innen bestrichen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Sie schwiegen alle still bei dem Wort.<br \/>\nKeinem gefiel solcher Frauenbrauch,<br \/>\nWie sie mit Weinen von dem Werk nun sprach,<br \/>\nZu dem sie lachend die Helden lud.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Hier ist in dem Lied gesagt von dem Tod Sigurds. Und geht es hier so zu, als h\u00e4tten sie ihn drau\u00dfen get\u00f6tet; aber einige erz\u00e4hlen so, da\u00df sie ihn erschlugen drinnen in seinem Bette, den schlafenden. Aber M\u00e4nner sagen, da\u00df sie ihn erschlugen drau\u00dfen im Walde. Und so hei\u00dft es im alten Lied von Gudrun, da\u00df Sigurd und Giukis S\u00f6hne zum Thing geritten waren, als sie ihn erschlugen. Aber das sagen alle einstimmig, da\u00df sie ihn treulos betrogen und ihn mordeten liegend und wehrlos.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<span style=\"font-size: 8pt;\">Unser Dank gilt Dungeon Keeper f\u00fcr den zugesanden Text.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Brot af Brynhildarkvidu Bruchst\u00fcck eines Br\u00fcnhildenliedes H\u00f6gni: Wie bist du, Gunnar, Giukis Erzeugter, Zur Rache bereit und mordlichem Rat? Was hat so Schweres Sigurd verbrochen, Da\u00df du dem K\u00fchnen willst k\u00fcrzen das Leben? 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