{"id":5144,"date":"2018-11-05T17:08:18","date_gmt":"2018-11-05T16:08:18","guid":{"rendered":"http:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=5144"},"modified":"2018-11-05T17:08:18","modified_gmt":"2018-11-05T16:08:18","slug":"sigurdarkvida-fafnisbana-thridja-das-dritte-lied-von-sigurd-dem-fafnirstoeter","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=5144","title":{"rendered":"Sigurdarkvida Fafnisbana thridja &#8211; Das dritte Lied von Sigurd dem Fafnirst\u00f6ter"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: center;\">Sigurdarkvida Fafnisbana thridja<br \/>\nDas dritte Lied von Sigurd dem Fafnirst\u00f6ter<\/h1>\n<p style=\"text-align: center;\">Einst geschah&#8217;s, da\u00df Sigurd Giuki besuchen kam,<br \/>\nDer junge W\u00f6lsung, des Wurms Besieger.<br \/>\nMit beiden Br\u00fcdern schlo\u00df er den Bund;<br \/>\nEide schwuren sich die Unverzagten.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Eine Maid bot man ihm und Menge des Schatzes,<br \/>\nDie junge Gudrun, Giukis Tochter.<br \/>\nTraulich tranken der Tage manchen<br \/>\nSigurd der junge und die S\u00f6hne Giukis.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Bis sie um Br\u00fcnhild zu bitten fuhren,<br \/>\nDa sich auch Sigurd gesellte zu ihnen,<br \/>\nDer junge W\u00f6lsung, den Weg zu zeigen;<br \/>\nSein w\u00e4re sie, wenn es das Schicksal wollte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Sigurd der s\u00fcdliche sein Schwert legt er,<br \/>\nDie zierliche Waffe, mitten zwischen sie.<br \/>\nEr k\u00fc\u00dfte nicht die K\u00f6nigin,<br \/>\nDer hunnische Held hob in den Arm sie nicht;<br \/>\nDem Erben Giukis gab er die junge.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">An seinem Leibe lag kein Tadel,<br \/>\nZu r\u00fcgen war an dem Reinen nichts,<br \/>\nKein Fehl zu finden noch vorzugeben.<br \/>\nInmitten gingen grimme Nornen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Einsam sa\u00df sie au\u00dfen, wenn der Abend kam,<br \/>\nIrr vor Liebe lie\u00df sie die Rede nicht:<br \/>\n&#8222;Sterben will ich oder Sigurd hegen,<br \/>\nDen alljungen Mann, in meinem Arm.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die rasche Rede, nun reut sie mich wieder:<br \/>\nSeine Gattin ist Gudrun, da ich Gunnars bin.<br \/>\n\u00dcble Nornen schufen uns langes Unheil.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Oft ging sie, ganz von Grimm erf\u00fcllt,<br \/>\n\u00dcber Eis und Gletscher, wenn der Abend kam,<br \/>\nDa\u00df er und Gudrun zu Bette gingen<br \/>\nUnd Sigurd die Braut in die Decken barg,<br \/>\nDer hunnische K\u00f6nig, und koste die Frau.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">&#8222;Die Freud ist mir entfremdet, des Freunds entbehr ich,<br \/>\nNur Graun mag mich erg\u00f6tzen und grimmer Sinn.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">So mahnte sie den Mut zum Mord im Zorn:<br \/>\n&#8222;Ganz und gar sollst du, Gunnar, entsagen<br \/>\nMir zumal und meinen Landen.<br \/>\nNicht froh hinfort, werd ich, F\u00fcrst, bei dir.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Dahin will ich wieder wo ich war zuvor,<br \/>\nZu meinen Freunden und n\u00e4chsten Vettern.<br \/>\nDa will ich sitzen, verschlafen mein Leben,<br \/>\nSo du den Sigurd nicht sterben lassest<br \/>\nUnd vielen F\u00fcrsten furchtbar gebietest.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Fort mit dem Vater fahre der Sohn:<br \/>\nUnweise war es den jungen Wolf ziehn.<br \/>\nWelchem Manne wird die Mordbu\u00dfe<br \/>\nZu sanfter S\u00fchne bei des Sohnes Leben?&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Tr\u00fcbe ward Gunnar und trauervoll,<br \/>\nSchwankendes Sinnes sa\u00df er den langen Tag:<br \/>\nImmer noch wu\u00dft er nicht f\u00fcr gewi\u00df<br \/>\nWas ihm am meisten m\u00f6chte geziemen,<br \/>\nWas ihm zu tun das Tauglichste w\u00e4re:<br \/>\nEr wu\u00dfte, des W\u00f6lsungs w\u00fcrd er beraubt,<br \/>\nUnd konnte Sigurds Verlust nicht verschmerzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Gleich lange bedacht er dieses wie jenes.<br \/>\nDas war selten geschehen vordem,<br \/>\nDa\u00df der K\u00f6nigsw\u00fcrde ein Weib entsagte.<br \/>\nDa hie\u00df er den H\u00f6gni heischen zum Gespr\u00e4ch,<br \/>\nDenn volles Vertrauen trug er zu dem.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Gunnar:<br \/>\nMir istBr\u00fcnhild, Budlis Tochter,<br \/>\nLieber als alle, die edelste Frau,<br \/>\nDas Leben lieber will ich lassen<br \/>\nAls der Sch\u00f6nen entsagen und ihren Sch\u00e4tzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Hilfst du uns, H\u00f6gni, den Helden berauben?<br \/>\nGut ist des Rheines Gold zu besitzen,<br \/>\nIn Freude zu walten des vielen Gutes<br \/>\nUnd ganz in Ruhe des Gl\u00fccks zu genie\u00dfen. &#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Aber H\u00f6gni gab ihm zur Antwort:<br \/>\n&#8222;Das zu vollbringen geb\u00fchrt uns nicht:<br \/>\nMit dem Schwert zu brechen geschworne Eide,<br \/>\nGeschworne Eide, besiegelte Treu!<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Wir wissen auf der Welt nicht so Gl\u00fcckliche wohnen<br \/>\nSo lange wir viere das Volk beherrschen<br \/>\nUnd hier der hunnische Herrscher lebt,<br \/>\nNoch irgend auf Erden so edle Sippe.<br \/>\nWenn ferner wir f\u00fcnf noch F\u00fcrsten zeugten,<br \/>\nWir st\u00fcrzten die G\u00f6tter von den Herrscherst\u00fchlen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Ich wei\u00df von wannen die Wege laufen:<br \/>\nBr\u00fcnhild qu\u00e4lt dich: du kannst sie nicht stillen.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Gunnar:<br \/>\nWir wollen den Guthorm gewinnen zum Morde,<br \/>\nDen J\u00fcngern Bruder, der bar ist des Witzes:<br \/>\nEr hat nicht Anteil an Eiden und Schw\u00fcren,<br \/>\nEiden und Schw\u00fcren, besiegelter Treu. &#8211;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Leicht aufzureizen war der \u00dcberm\u00fctige:<br \/>\nDa stand dem Sigurd der Stahl im Herzen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Rasch hob sich der Recke zur Rache im Saal<br \/>\nUnd warf den Ger nach dem Mordgierigen:<br \/>\nNach Guthorm flog, dem F\u00fcrsten, kr\u00e4ftig<br \/>\nDas gl\u00e4nzende Eisen aus des Edlings Hand.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Entzweigespaltet sank sein Feind:<br \/>\nHaupt und H\u00e4nde hinflogen weit,<br \/>\nDer F\u00fc\u00dfe Teil fiel flach auf den Boden.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Gudrun lag, die Gute, schlafend<br \/>\nAn Sigurds Seite sorgenlos;<br \/>\nIhr Erwachen war der Wonne ledig:<br \/>\nSie flo\u00df in Freyrs Freundes Blut.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Da schlug sie so stark zusammen die H\u00e4nde,<br \/>\nDer Hartgeherzte erhob im Bette sich:<br \/>\n&#8222;Gr\u00e4me dich, Gudrun, so grimmig nicht,<br \/>\nBlutjunge Braut: deine Br\u00fcder leben.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Einen Erben hab ich, allzujungen<br \/>\nFern zu fliehn aus der Feinde Haus.<br \/>\nDie Helden haben unheimlichen, schwarzen<br \/>\nNeumondsrat n\u00e4chtlich erdacht.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Ihnen zeltet schwerlich nun, und zeugtest du sieben,<br \/>\nSolch ein Schwestersohn zum Thing.<br \/>\nWohl wei\u00df ich wie es bewandt ist:<br \/>\nAlle des Unheils Ursach ist Br\u00fcnhild.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Mich liebte die Maid vor den M\u00e4nnern all;<br \/>\nNichts hab ich gegen Gunnarn getan.<br \/>\nIch schirmte die Sippe, geschworne Eide;<br \/>\nDoch hei\u00df ich der Friedel nun seiner Frau.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die K\u00f6nigin st\u00f6hnte, der K\u00f6nig erstarb.<br \/>\nSie schlug so stark zusammen die H\u00e4nde,<br \/>\nDa\u00df auf dem Brette die Becher erklangen,<br \/>\nUnd hell die G\u00e4nse im Hofe kreischten.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Da lachte Br\u00fcnhild, Budlis Tochter,<br \/>\nAus ganzem Herzen heute noch einmal,<br \/>\nDenn bis an ihr Bette durchbrach den Raum<br \/>\nDer gellende Schrei der Giukistochter.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Anhub da Gunnar, der Habichte F\u00fcrst:<br \/>\n&#8222;Schlag kein Gel\u00e4chter auf. Schadenfrohe,<br \/>\nHeiter in der Halle als br\u00e4cht es dir Heil.<br \/>\nWie hast du verloren die lautere Farbe,<br \/>\nVerderbenstifterin, die selbst wohl verdirbt!<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Du w\u00e4rest w\u00fcrdig, Weib, da\u00df wir hier<br \/>\nDir vor den Augen den Atli erschl\u00fcgen,<br \/>\nDa\u00df du s\u00e4hst an dem Bruder blutige Wunden,<br \/>\nQuellende Wunden du k\u00f6nntest verbinden.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Da sprach Br\u00fcnhild, Budlis Tochter:<br \/>\n&#8222;Wer reizt dich, Gunnar? Gerochen hast du dich.<br \/>\nDen Atli \u00e4ngstet deine Abgunst nicht:<br \/>\nEr wird am l\u00e4ngsten leben von euch beiden<br \/>\nUnd immer mehr verm\u00f6gen als du.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">La\u00df dir sagen, Gunnar, du selber zwar wei\u00dft es,<br \/>\nWie rasch ihr euch, Recken, berietet zur Tat.<br \/>\nAlljung sa\u00df ich und ohne Sorgen<br \/>\nMit herrlicher Habe im Hause des Bruders.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Nicht war mir Not, da\u00df ein Mann mich n\u00e4hme,<br \/>\nAls ihr S\u00f6hne Giukis uns erschient im Hof,<br \/>\nAuf Hengsten ihr drei Herrscher der V\u00f6lker;<br \/>\nWahrlich mir frommte wenig die Fahrt!<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Verhei\u00dfen h\u00e4tt ich mich dem hehren K\u00f6nig,<br \/>\nDer mit Golde sa\u00df auf Granis R\u00fccken.<br \/>\nNicht war er euch an den Augen gleich,<br \/>\nNicht von Antlitz in einem St\u00fccke,<br \/>\nObwohl Volksk\u00f6nige euch w\u00e4hnet auch ihr.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Doch sagte Atli mir das allein,<br \/>\nEr g\u00e4be die H\u00e4lfte der Habe mir nicht,<br \/>\nDer Macht noch des Goldes, verm\u00e4hlt denn war ich.<br \/>\nAuch w\u00fcrde mir nichts des erworbenen Guts,<br \/>\nDas schon der Vater fr\u00fch mir schenkte,<br \/>\nDes Goldes und Gutes, das er gab dem Kind.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Da schwankte mein Sinn unentschieden zuerst,<br \/>\nOb ich fechten sollte und M\u00e4nner f\u00e4llen<br \/>\nIn blanker Br\u00fcnne um des Bruders Unglimpf.<br \/>\nDas h\u00e4tte das Volk erfahren mit Schrecken,<br \/>\nManchem Mann h\u00e4tt es den Mut beschwert.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Da ging ich gern den Vergleich mit ihm ein.<br \/>\nDoch h\u00e4tt ich lieber den Hort genommen,<br \/>\nDie roten Spangen von Sigmunds Erben.<br \/>\nNicht mocht ich eines andern Mannes Sch\u00e4tze:<br \/>\nDen einen liebt ich, nicht andre mehr;<br \/>\nDie Maid war nicht wankelmutigen Sinns.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Dies alles wird Atli dereinst befinden,<br \/>\nH\u00f6rt er von meinem mordlichen Tod.<br \/>\nDenn wie soll ein edel geartetes Weib<br \/>\nDas Leben f\u00fchren mit fremdem Manne?<br \/>\nDa wird mir bald geb\u00fc\u00dft das Leid.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Auf stand Gunnar, der Giukunge Trost,<br \/>\nUnd schlang die H\u00e4nde um den Hals der Frau.<br \/>\nSie gingen alle und einzeln ein jeder<br \/>\nAufrichtigen Herzens ihr abzuwehren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Doch sich vom Halse hielt sie Gunnarn,<br \/>\nLie\u00df sich niemand verleiden den langen Gang.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Da hie\u00df er den H\u00f6gni heischen zum Gespr\u00e4che:<br \/>\n&#8222;Es sollen zusammen in den Saal gehn die M\u00e4nner,<br \/>\nDeine mit meinen &#8211; uns dr\u00e4ngt die Not &#8211;<br \/>\nOb sie wehren m\u00f6gen dem Mord der Frau<br \/>\nEh es vom Sprechen zu Schlimmerm kommt;<br \/>\nMag hernach geschehen was mu\u00df und kann.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Aber H\u00f6gni gab ihm zur Antwort:<br \/>\n&#8222;Verleid ihr niemand den langen Gang<br \/>\nUnd werde sie nimmer wiedergeboren!<br \/>\nSie kam schon krank vor die Knie der Mutter;<br \/>\nZu allem B\u00f6sen geboren ist sie uns,<br \/>\nManchem Manne zu tr\u00fcbem Mute!&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Unwillig wandt er sich weg vom Gespr\u00e4che,<br \/>\nWo die schmuckreiche die Sch\u00e4tze verteilte.<br \/>\nDa standen sie alle um ihre Habe,<br \/>\nBed\u00fcrftige Dirnen und Dienstweiber.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Der goldgepanzerten war nicht gut zu Mut,<br \/>\nDa sie sich durchstach mit des Stahles Sch\u00e4rfe.<br \/>\nMit einer Seite sank sie aufs Polster;<br \/>\nDie dolchdurchdrungene dacht auf Rat:<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">&#8222;Nun geht herzu, die Gold wollen<br \/>\nUnd minderes Gut von mir erlangen;<br \/>\nIch gebe jeder goldroten Halsschmuck,<br \/>\nSchleif und Schleier und schimmernd Gewand.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Alle schwiegen sie und sannen auf Rat,<br \/>\nBis endlich zur Antwort sie einstimmig gaben:<br \/>\n&#8222;Wie d\u00fcrftig wir seien, wir wollen doch leben,<br \/>\nSaalweiber bleiben und tun was geb\u00fchrt.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Sinnend sprach die linnengeschm\u00fcckte<br \/>\nJung von Jahren jetzt das Wort:<br \/>\n&#8222;Nicht eine soll ungern und unbereit<br \/>\nSterben m\u00fcssen um meinetwillen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Doch brennt auf euern Gebeinen dereinst<br \/>\nKarge Zier, kommt ihr zu sterben<br \/>\nUnd mich heimzusuchen, nicht herrliches Gut.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Sitze nun, Gunnar, ich will dir sagen,<br \/>\nIch lebensm\u00fcde, dein lichtes Gemahl.<br \/>\nNicht liegt euch im Sunde das Schiff geborgen,<br \/>\nOb ich das Leben verloren habe.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Schneller als du denkst vers\u00f6hnt sich dir Gudrun.<br \/>\nDie kluge K\u00f6nigin hat bei dem K\u00f6nig (Alf)<br \/>\nTr\u00fcbe Gedanken an den toten Gemahl.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Eine Maid wird geboren aus Mutterscho\u00dfe:<br \/>\nHeller traun als der lichte Tag,<br \/>\nAls der Sonnenstrahl wird Swanhild sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Einem Helden geben wirst du Gudrunen,<br \/>\nDie mit Geschossen die Krieger sch\u00e4digt.<br \/>\nNicht nach Wunsch wird sie verm\u00e4hlt:<br \/>\nAtli soll sie zur Ehe nehmen,<br \/>\nBudlis Geborner, der Bruder mein.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">An manches mu\u00df ich denken wie ihr mich berietet:<br \/>\nHeillos habt ihr mich hintergangen.<br \/>\nAller Lust war ich ledig solang ich lebte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Oddrunen willst du zu eigen haben;<br \/>\nAber Atli gibt sie zur Ehe dir nicht:<br \/>\nDa werdet ihr heimlich zusammenhalten.<br \/>\nSie wird dich lieben, wie ich dich w\u00fcrde,<br \/>\nH\u00e4tte das Schicksal uns solches geg\u00f6nnt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Dich wird Atli \u00fcbel strafen:<br \/>\nIn die w\u00fcste Wurmh\u00f6hle wirst du gelegt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Danach unlange ereignet es sich,<br \/>\nDa\u00df Atli argen Ausgang nimmt,<br \/>\nSein Gl\u00fcck verliert, das Leben einb\u00fc\u00dft.<br \/>\nIhn t\u00f6tet die grimme Gudrun im Bette<br \/>\nMit scharfem Schwert, die schwerbetr\u00fcbte.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Schicklicher stiege eure Schwester Gudrun<br \/>\nHeut auf den Holzsto\u00df mit dem Herrn und Gemahl,<br \/>\nG\u00e4ben ihr gute Geister den Rat<br \/>\nOder bes\u00e4\u00dfe sie unsern Sinn.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Schwer sprech ich schon; doch soll Gudrun<br \/>\nDurch unsre Abgunst nicht untergehn.<br \/>\nVon hohen Wellen gehoben treibt sie<br \/>\nZu jenem j\u00e4hen, Jonakursstrand.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Unentschieden sind die S\u00f6hne Jonakurs;<br \/>\nSwanhilden sendet sie selbst aus dem Lande,<br \/>\nDie dem Sigurd entspro\u00df und ihrem Scho\u00df;<br \/>\nDa rauben ihr Bickis R\u00e4te das Leben,<br \/>\nDenn Unheil h\u00e4ngt \u00fcber J\u00f6rmunreks Haus.<br \/>\nSo ist Sigurds Geschlecht vernichtet,<br \/>\nSo gr\u00f6\u00dfer und grimmer Gudruns Leid.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Eine Bitte bitten will ich dich;<br \/>\nIch la\u00df es im Leben die letzte sein:<br \/>\nEine breite Burg erbau auf dem Felde,<br \/>\nDa\u00df darauf uns allen Raum sei,<br \/>\nDie samt Sigurden zu sterben kamen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die Burg umzieht mit Zelten und Schilden<br \/>\nErlesnem Geleit und Leichengewand,<br \/>\nUnd brennt mir der Hunnen Gebieter zur Seite.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Dem Hunnengebieter brennt zur Seite<br \/>\nMeine Knechte mit kostbaren Ketten geschm\u00fcckt:<br \/>\nZwei ihm zu H\u00e4upten und zwei zu den F\u00fc\u00dfen,<br \/>\nDazu zwei Hunde und der Habichte zwei.<br \/>\nAlso ist alles eben verteilt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Bei uns blinke das bei\u00dfende Schwert,<br \/>\nDas ringgezierte, so zwischen gelegt<br \/>\nWie da wir beiden ein Bette bestiegen<br \/>\nUnd man uns nannte mit ehlichem Namen.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">So f\u00e4llt dem F\u00fcrsten auf die Ferse nicht<br \/>\nDie Pforte des Saals, die goldgeschm\u00fcckte,<br \/>\nWenn auf dem Fu\u00df ihm folgt mein Leichengefolge.<br \/>\nUnsere Fahrt wird nicht \u00e4rmlich sein.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Ihm folgen mit mir der M\u00e4gde f\u00fcnf,<br \/>\nDazu acht Knechte edeln Geschlechts,<br \/>\nMeine Milchbr\u00fcder mit mir erwachsen,<br \/>\nDie seinem Kinde Budli geschenkt.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Manches sprach ich; mehr noch sagt ich,<br \/>\nG\u00f6nnte zur Rede der Gott mir Raum.<br \/>\nDie Stimme versagt, die Wunden schwellen;<br \/>\nDie Wahrheit sagt ich, so gewi\u00df ich sterbe.&#8220;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">\n<span style=\"font-size: 8pt;\">Unser Dank gilt Dungeon Keeper f\u00fcr den zugesanden Text.<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sigurdarkvida Fafnisbana thridja Das dritte Lied von Sigurd dem Fafnirst\u00f6ter Einst geschah&#8217;s, da\u00df Sigurd Giuki besuchen kam, Der junge W\u00f6lsung, des Wurms Besieger. 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