{"id":5627,"date":"2018-11-18T12:02:57","date_gmt":"2018-11-18T11:02:57","guid":{"rendered":"http:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=5627"},"modified":"2018-11-18T12:02:57","modified_gmt":"2018-11-18T11:02:57","slug":"die-wandalen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=5627","title":{"rendered":"Die Wandalen"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: center;\">Die Wandalen<\/h1>\n<p>Die Urheimat der Wandalen war Nord-J\u00fctland, wo die Gegend heute noch Vendyssel hei\u00dft, und die Oslobucht.<br \/>\nVon dort aus wanderten sie \u00fcber die Ostsee in die Gegend zwischen Elbe, Oder &amp; Weichsel ab. Dort wurden fr\u00fchkaiserzeitliche Schriftsteller wie Tacitus auf sie aufmerksam, die sie gemeinsam mit Kimbern und Teutonen, mit denen sie wohl eine Zeitlang zogen, als Vandilen erw\u00e4hnen.<\/p>\n<p><strong>100 v.0<\/strong><br \/>\nWandalen tauchen im Gebiet Schlesien im Kultbund der Lugier auf, dem sonst noch Kimbern und die keltische Urbev\u00f6lkerung angeh\u00f6ren. Der Begriff der Lugier stammt wohl vom kimbrischen Eigennamen Lugius, k\u00f6nnte aber auch von der keltischen Urbev\u00f6lkerung \u00fcbernommen worden sein (oberster Gott Lugh), von denen sie auch die deren Oppida (St\u00e4dte), die Totenbestattung und viele Techniken der Waffen- &amp; Schmuckherstellung \u00fcbernahmen. Schlesien soll seinen Namen vom wandalischen Stamm der Silingen haben, die um den Zobtenberg siedelten &#8211; dem mons Slenz.<\/p>\n<p><strong>50 n.0<\/strong><br \/>\nLugierbund verb\u00fcndet sich mit dem hermundurisch-b\u00f6hmischen Bund um Marbod und vernichtet das Reich des R\u00f6merfreundes &amp; Quaden Vannius<\/p>\n<p><strong>171<\/strong><br \/>\nw\u00e4hrend des Markomannenkrieges tauchen Wandalen der Sippe der Hasdingen unter F\u00fchrung der Br\u00fcder Raus und Raptus an der dakischen Grenze auf und bitten um Aufnahme auf r\u00f6misches Gebiet, was ihnen aber verweigert wird. Das wandalische Geschlecht der Hasdingen berief sich auf g\u00f6ttliche Abstammung und verehrten in einem heiligen Hain das g\u00f6ttliche Br\u00fcderpaar der Hartunge, die in Hirschgestalt oder als Elchreiter dargestellt wurden. Auf wandalisch hie\u00dfen sie &#8222;Hazdingoz&#8220; was soviel wie &#8222;weibliches Haupthaar&#8220; bedeutet.<\/p>\n<p><strong>180<\/strong><br \/>\nNach einigen K\u00e4mpfen mit r\u00f6mischen Truppen und einem anschlie\u00dfenden Abkommen siedeln sich die Wandalen im Gebiet der oberen Thei\u00df an (Nordostungarn\/Slowakei)<\/p>\n<p><strong>248<\/strong><br \/>\nschlie\u00dfen sich hasdingische Wandalen dem gotischen Einfall unter Argaith und Guntherich nach Niederm\u00f6sien an, erleiden<\/p>\n<p><strong>270<\/strong><br \/>\nHasdingen verb\u00fcnden sich mit den Sarmaten und sto\u00dfen ins r\u00f6misch-besetzte Pannonien vor, erleiden jedoch eine schwere Niederlage und m\u00fcssen alle Kinder der K\u00f6nige &amp; des Adels als Geiseln stellen und 2000 Reiter f\u00fcr eine Auxiliartruppe, der ala VIII Vandilorum, zur Verf\u00fcgung stellen, die nach \u00c4gypten verschifft wurde.<\/p>\n<p><strong>277<\/strong><br \/>\ndie silingischen Wandalen werden vom Soldatenkaiser Probus geschlagen<\/p>\n<p><strong>278<\/strong><br \/>\nsteht Probus in R\u00e4tien am Lech wieder einem gro\u00dfen Heer aus Wandalen und Burgundern gegen\u00fcber, kann sie aber erneut vernichtend schlagen und die Germanen k\u00f6nnen sich nur durch Herausgabe von Geiseln und Beute freikaufen.<\/p>\n<p><strong>280<\/strong><br \/>\nWandalen rebellieren erneut und werden wieder von Probus geschlagen; er nimmt ihren F\u00fchrer Igillos und einen gro\u00dfen Teil der K\u00e4mpfer gefangen und schickt sie nach Britannien &#8211; Cambridgeshire soll auf diese wandalische Zwangsumsiedlung zur\u00fcckgehen<\/p>\n<p><strong>335<\/strong><br \/>\nWandalen bekommen gemeinsam mit Goten und Gepiden Land in Pannonien (Westungarn) durch Kaiser Konstantin d. Gro\u00dfen zugewiesen<\/p>\n<p><strong>Ende 4.Jh.<\/strong><br \/>\nvermehrter gotischer &amp; hunischer Druck von Osten treibt die Wandalen gemeinsam mit Alanen, Gepiden und Sarmaten in Richtung Westen<\/p>\n<p><strong>um 400<\/strong><br \/>\nbricht K\u00f6nig Godegisel der Hasdingen mit dieser Wandergenossenschaft nach Westen auf<\/p>\n<p><strong>401<\/strong><br \/>\nverweist der r\u00f6mische Feldherr Stilicho, selbst wandalischer Herkunft, seine pl\u00fcndernden &#8222;Landsleute&#8220; aus R\u00e4tien (S\u00fcdbayern\/Tirol) und band sie mit einem F\u00f6deratenvertrag als dienstpflichtige Milit\u00e4rsiedler in Vindelicien und Noricum (S\u00fcdostbayern\/\u00d6sterreich)<\/p>\n<p><strong>405<\/strong><br \/>\nOstgoten fallen in Italien ein. Wandalen nutzen die Gelegenheit den F\u00f6deratenvertrag zu brechen und in das Rhein\/Neckargebiet vorzusto\u00dfen, was von den Franken f\u00fcr Rom verteidigt wird. Silingische und quadische Kontingente schlie\u00dfen sich an.<\/p>\n<p><strong>406<\/strong><br \/>\nK\u00f6nig Godegisel f\u00e4llt in der Schlacht gegen die Franken, sein Sohn Gunderich wird zum neuen K\u00f6nig gew\u00e4hlt und erzwingt zu Silvester bei Mainz den \u00dcbergang \u00fcber den Rhein<\/p>\n<p><strong>bis 407<\/strong><br \/>\npl\u00fcndern und brandschatzen die Wandalen weite Teile Galliens, darunter St\u00e4dte wie Mainz, Trier, Reims, Tournay, Arras, Amiens&#8230; und sto\u00dfen sehr schnell bis zu den Pyren\u00e4en vor. Da sie die P\u00e4sse aber nicht \u00fcberschreiten konnten, verw\u00fcsteten sie noch weite Teile S\u00fcdgalliens, nur Toulouse konnten sie nicht einnehmen.<\/p>\n<p><strong>Winter 407<\/strong><br \/>\nwurde in den brittanischen Legionen der gew\u00f6hnliche Soldat Konstantin zum Gegenkaiser ausgerufen, der sofort nach Gallien \u00fcbersetzte und gemeinsam mit den Franken erstmal das Rheingebiet sicherte, um anschlie\u00dfend Gallien von den Wandalen zu befreien. Die Wandalen konnten aber mit Hilfe des r\u00f6mischen Statthalters Gerontius, der noch immer an Stilicho festhielt, \u00fcber die Pyren\u00e4en entkommen und breiteten sich nun \u00fcber die iberische Halbinsel aus<\/p>\n<p><strong>411<\/strong><br \/>\nnach jahrelangen Wanderungen ersch\u00f6pft schlie\u00dft die wandalische Wandergruppe einen F\u00f6deratenvertrag mit Westrom, nach dem die Hasdingen das \u00f6stliche und die Sueben das westliche Galicien (Nordwestspanien) zufiel, w\u00e4hrend die Silingen die Baetica (S\u00fcdspanien) und die Alanen Lusitanien (Portugal) sowie die Carthaginiensis (Ostspanien) erhielten; die meisten ost- &amp; s\u00fcdspanischen St\u00e4dte, vorallem die H\u00e4fen, blieben aber in r\u00f6mischer Hand. Die R\u00f6mer versuchten bald durch S\u00e4en von Zwietracht unter den germanischen St\u00e4mmen ihre neuen iberischen F\u00f6deraten loszuwerden.<\/p>\n<p><strong>416<\/strong><br \/>\nEinfall der Westgoten in Spanien &amp; Gefangennahme des Silingenk\u00f6nigs Fredebald, der nach Ravenna ausgeliefert wird.<\/p>\n<p><strong>bis 418<\/strong><br \/>\nf\u00fchrerlose Silingen erleiden nun eine Niederlage nach der anderen und auch Alanen werden nun von Westgoten geschlagen. Westgotenk\u00f6nig Wallia zieht aber wieder ab und Hasdingen, Silingen und Alanen bilden eine Art Union unter dem Hasdingenk\u00f6nig Gunderich, der von nun an den Titel &#8222;Rex Vandlorum et Alanorum&#8220; f\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>418\/419<\/strong><br \/>\nWestrom versucht mit Hilfe der Sueben die Wandalen-Alanen wieder zur\u00fcckzudr\u00e4ngen, wobei die Sueben fast aufgerieben werden. Ein r\u00f6misches Hilfsheer kann sie im letzten Moment aus den nerbasischen Bergen retten und die Wandalen nach S\u00fcden abdr\u00e4ngen, wo sie ihnen bei Bracara herbe Verluste zuf\u00fcgen<\/p>\n<p><strong>422<\/strong><br \/>\nliefert der r\u00f6mische Heermeister Castinus den bereits eingeschlossenen Wandalen eine Feldschlacht, wird aber von seinen westgotischen Hilfstruppen verraten und so vernichtend geschlagen (20 000 gefallene R\u00f6mer)<\/p>\n<p><strong>bis 425<\/strong><br \/>\ndarauf k\u00f6nnen die Wandalen-Alanen die gesamte s\u00fcdostspanische K\u00fcste zur\u00fcckerobern und damit beginnen mit eroberten r\u00f6mischen Schiffen sogar die Balearen und die mauretanische K\u00fcste zu pl\u00fcndern<\/p>\n<p><strong>bis 428<\/strong><br \/>\nWandalen erobern alle r\u00f6misch verbliebenen St\u00e4dte und bauen sich eine gro\u00dfe wandalische Flotte auf. W\u00e4hrend der Pl\u00fcnderung Sevillas stirbt Gunderich, sein Halbbruder Geiserich folgt ihm sofort auf den Thron, obwohl er nur ein unehelicher Sohn Godegisels mit einer nichtgermanischen katholische Sklavin war.<\/p>\n<p><strong>Ende 428<\/strong><br \/>\nbittet der ehemalige nun rebellierende Befehlshaber Afrikas Bonifatius die Wandalen um Unterst\u00fctzung gegen Rom und die einfallenden Berberst\u00e4mme<\/p>\n<p><strong>429<\/strong><br \/>\nfallen die Wandalen-Alanen unter Geiserich bei Tarifa &amp; Tanger in Afrika ein, was Bonifatius inzwischen aber gar nicht mehr w\u00fcnscht, da er sich derweil wieder mit Rom vers\u00f6hnt hatte. Das einzige was die Wandalen in Spanien zur\u00fccklassen ist der Name Andalusien f\u00fcr ehemals Vandalitia<\/p>\n<p><strong>bis 430<\/strong><br \/>\ninnerhalb eines Jahres legen die Wandalen mit ihren 15 000 Kriegern und 60 000 Frauen, Kindern, Sklaven und \u00dcberl\u00e4ufern eine Wegstrecke von 2000 Kilometern bis Karthago zur\u00fcck, wobei sie die meisten St\u00e4dte an der r\u00f6mischen Fernstra\u00dfe einnehmen und fast die gesamte Landbev\u00f6lkerung zu ihnen \u00fcberl\u00e4uft, die froh ist aus der r\u00f6mischen Sklaverei zu entkommen. Nachdem Geiserich Karthago nicht einnehmen kann, belagert er 14 Monate lang Hippo Regius, wo sich Bonifatius verschanzt hatte, da er bei einer offenen Feldschlacht f\u00fcrchtete seine arianisch gesinnte westgotische Hilfstruppe k\u00f6nnte zu den ebenfalls arianisch gesinnten Wandalen \u00fcberlaufen, wie seinerzeit Castinus geschehen.<\/p>\n<p><strong>431<\/strong><br \/>\nim Juli kann Geiserich Hippo endlich einnehmen und bestimmt sie zu seiner ersten Residenz auf afrikanischem Boden<\/p>\n<p><strong>bis 435<\/strong><br \/>\nBonifatius wird nach Italien zur\u00fcckgerufen und durch den Alanen Flavius Aspar und einem ostr\u00f6mischen Feldherrn ersetzt, die einen erbitterten Kampf gegen Geiserich aufnehmen bis 435 Westrom zu einem Friedensschlu\u00df bereit ist und die Wandalen-Alanen die neuen F\u00f6deraten des eroberten afrikanischen Gebietes werden, die sich zu regelm\u00e4\u00dfigen Getreide- &amp; \u00d6llieferungen verpflichten m\u00fcssen<\/p>\n<p><strong>437<\/strong><br \/>\nBeginn der Katholikenverfolgungen, Geiserich l\u00e4\u00dft katholische Bischoffe verbannen und hinrichten, um Anh\u00e4nger Roms zu beseitigen und die arianische Vorherrschaft zu festigen<\/p>\n<p><strong>438<\/strong><br \/>\nGeiserich beginnt mit piratischen \u00dcberf\u00e4llen seine F\u00fchler nach Sizilien und dem Mittelmeer auszustrecken<\/p>\n<p><strong>439<\/strong><br \/>\npl\u00f6tzlicher \u00dcberfall &amp; Eroberung Karthagos<\/p>\n<p><strong>440<\/strong><br \/>\nGeiserich beginnt mit Landungen und Pl\u00fcnderungen in Sizilien &amp; S\u00fcditalien<\/p>\n<p><strong>441<\/strong><br \/>\nGeiserich mi\u00dflingt die Einnahme Palermos und durch das Eintreffen ostr\u00f6mischer Truppen in Sizilien kommt er in eine recht mi\u00dfliche Lage. Erst nach Absprache mit dem Hunnenk\u00f6nig Atilla das byzantinische Reich anzugreifen, werden die ostr\u00f6mischen Truppen wieder abgezogen<\/p>\n<p><strong>442<\/strong><br \/>\nsieht sich Valentinian lll. von Westrom zu einem Friedensvertrag gen\u00f6tigt, der Geiserich als Herrscher \u00fcber das Kerngebiet um Karthago, den Westteil Tripolitaniens und den Ostteil Numidiens anerkennt. Daf\u00fcr geht der Sohn Geiserichs Hunerich einige Jahre als Geisel nach Rom. Derweil findet eine gro\u00dfangelegte Verschw\u00f6rung unter dem wandalisch-alanischen Geburtsadel statt, der eine weitere Machtzunahme Geiserichs f\u00fcrchtet. Es wird angenommen, da\u00df auch die Westgoten daran beteiligt waren, da Geiserich die Tochter des Westgotenk\u00f6nigs, die seinen Sohn Hunerich heiraten sollte, verst\u00fcmmelt an Theoderich zur\u00fcckgesannt hatte. Geiserich konnte schlie\u00dflich die Verschw\u00f6rung unter gro\u00dfen Blutopfern unterdr\u00fccken &amp; hatte nun g\u00e4nzlich uneingeschr\u00e4nkte Macht. Er schaffte das Wahlrecht ab und die politische Versammlungsfreiheit der Freien und errichtete so eine Despotie. Der Dienstadel l\u00f6st den Geburtsadel ab. Geiserich baut sein Milit\u00e4r weiter aus mit besonderem Augenmerk auf seine Flotte &amp; die Reiterei, sein Fu\u00dfvolk und die Befestigungsanlagen der St\u00e4dte hingegen vernachl\u00e4ssigt er v\u00f6llig &#8211; b\u00f6ser Fehler!<\/p>\n<p><strong>445<\/strong><br \/>\nPiratenraubzug gegen die nordwestiberische K\u00fcste der Sueben<\/p>\n<p><strong>446<\/strong><br \/>\nkehrt Hunerich als Verlobter der Kaisertochter Eudocia nach Afrika zur\u00fcck<\/p>\n<p><strong>450<\/strong><br \/>\nbeginnen Verhandlungen mit Atilla zur Vernichtung des Westgotenreiches. Gleichzeitig schlie\u00dft er mit Ostrom einen Nichtangriffspakt. Es wird vermutet, da\u00df Geiserich Westrom durch Atilla vernichten und anschlie\u00dfend mit ihm teilen wollte.<\/p>\n<p><strong>451<\/strong><br \/>\ndieses Vorhaben scheitert als Atilla auf den katalaunischen Feldern zur\u00fcckgeschlagen wird.<\/p>\n<p><strong>453<\/strong><br \/>\nTod Atillas<\/p>\n<p><strong>bis 455<\/strong><br \/>\nGeiserich beseitigt das r\u00f6mische Steuerkataster &amp; die r\u00f6mische Verwaltung, entmachtete &amp; beseitigte die r\u00f6mischen Senatoren &amp; katholischen Geistlichen. Deren Land &amp; Besitz verteilt er unter dem wandalischen Adel, den Freien und der arianischen Kirche<\/p>\n<p><strong>455<\/strong><br \/>\nErmordung Kaiser Valentinians lll.; Senator Patricius Petronius Maximus kr\u00f6nt sich selbst zum Kaiser, zwingt die Kaiserinwitwe Eudoxia zur Heirat und verheiratet deren Tochter &amp; Verlobte Hunerichs Eudocia mit seinem Sohn Palladius. Sofort zieht Geiserich in einen nicht ganz uneigenn\u00fctzigen Rachefeldzug gen Rom. Dort bricht Panik aus, die Menschen steinigen den Kaiser zu Tode und fliehen. Papst Leo l. tritt nun als Sachwalter der Bev\u00f6lkerung Geiserich entgegen. Unter Zusicherung Geiserichs, auf Folterungen, Blutvergie\u00dfen &amp; Brandstiftung zu verzichten, wurde Rom innerhalb von 14 Tagen systematisch gepl\u00fcndert. Geiserich verl\u00e4\u00dft Rom reich beladen mit wertvollen Kunstsch\u00e4tzen &amp; Edelmetallen, vielen Geiseln u.a. Senatoren, die Kaiserinwitwe &amp; deren beide T\u00f6chter Placidia und Eudocia, sowie tausende qualifizierte Handwerker. Eudocia mu\u00df nun die vereinbarte Heirat mit Hunerich eingehen, aus der sie erst nach 16 Jahren fliehen kann.<\/p>\n<p><strong>456<\/strong><br \/>\nGeiserich besetzt die Mittelmeerinseln Korsika, Sardinien, Sizilien und die Balearen. Seitdem wurde das Mittelmeer Wendelsee genannt. Der neue westr\u00f6mische Kaiser Avitus kann zwar mit Hilfe des gotisch-suebischen Ricimer und 60 Schiffen die wandalische Flotte bei Korsika schlagen, doch gewinnen sie die Inseln nicht, zumal Avitus von Majorian als Kaiser abgesetzt wird.<\/p>\n<p><strong>457<\/strong><br \/>\nMajorian versucht Geiserich mit einer Flotte von 300 Schiffen bei Cartagena im Westen und dem Beherrscher Dalmatiens Marcellinus in einen Zweifrontenkrieg zu verwickeln. Geiserich wendet die Taktik der &#8222;verbrannten Erde&#8220; an und verw\u00fcstet das mauretanische K\u00fcstengebiet. Nachdem er noch die feindliche Transportflotte kapert, ist Majorin zu einem Friedensschlu\u00df bereit.<\/p>\n<p><strong>461<\/strong><br \/>\nTod Kaiser Majorians &amp; erneute Kaperfahrten Geiserichs nach der italischen K\u00fcste, was zu Verhandlungen mit Ostrom f\u00fchrt. Daraufhin wird Kaiserin Eudoxia und ihre Tochter Placidia nach Konstantinopel entlassen. Placidia wird mit dem Senator &amp; Wandalenfreund Olybrius verm\u00e4hlt, der so als Schwager Hunerichs Anrechte auf den westr\u00f6mischen Kaiserthron hat.<\/p>\n<p><strong>462<\/strong><br \/>\nVertrag zwischen Geiserich &amp; Byzanz, der wohl die Thronkandidatur des Olybrius beinhaltet<\/p>\n<p><strong>465<\/strong><br \/>\nTod des westr\u00f6mischen Kaisers Libius Severus. &#8222;Kaisermacher&#8220; Ricimer setzt Senator Anthemius als neuen Kaiser ein. Geiserich sieht darin seinen Vertrag mit Byzanz verletzt und nimmt seine Kaperfahrten wieder auf, diesmal aber zus\u00e4tzlich in Richtung Illyrien, Peloponnes &amp; Inseln in der \u00c4g\u00e4is. Geiserich beginnt wieder mit den Westgoten &amp; Sueben zu verhandeln, die sich damit ein St\u00fcck vom westr\u00f6mischen Kuchen erhoffen. Er verhandelt selbst mit den Ostgoten \u00fcber einen Angriff auf Konstantinopel. Geiserich selbst greift Alexandria an.<\/p>\n<p><strong>468<\/strong><br \/>\ninzwischen hat der ostr\u00f6mische Kaiser Leon l. ein Heer von 100 000 Mann und 1100 Schiffen beisammen und will zur\u00fcckschlagen. Das westr\u00f6mische Heer um Marcellinus greift von Sizilien und Sardinien aus Karthago an und die byzanthinischen Heerf\u00fchrer Basiliscus, Heraclius und Marsus kommen von Tripolitanien aus auf Land &amp; See gegen Karthago. Basiliscus war mit der Flotte aber zu schnell vor Karthago und schlo\u00df einen 5-t\u00e4gigen Waffenstillstand mit Geiserich, um auf das Landheer zu warten. Diese Zeit nutzte Geiserich f\u00fcr einen Gegenschlag und verbrannte fast die ganze byzantinische Flotte nach Ablauf des Waffenstillstands. Nach Ermordung des westr\u00f6mischen Heerf\u00fchrers Marcellinus wurde jedes weitere Vorgehen gegen Geiserich aufgegeben.<\/p>\n<p><strong>472<\/strong><br \/>\nTod des westr\u00f6mischen Kaisers und Kr\u00f6nung des Olybrius, worauf wieder Frieden zwischen Karthago und Byzanz herrscht. Doch schon ein halbes Jahr sp\u00e4ter stirbt Olybrius.<\/p>\n<p><strong>474<\/strong><br \/>\nschlie\u00dft Geiserich mit dem neuen ostr\u00f6mischen Kaiser Zenon einen &#8222;Ewigen Frieden&#8220;. F\u00fcr die Anerkennung seiner eroberten Gebiete erlaubt er den Katholiken in Karthago wieder freie Religionsaus\u00fcbung und die verbannten katholischen Geistlichen durften zur\u00fcckkehren. Es wurden alle kriegsgefangenen Geiseln ohne L\u00f6segeld freigegeben &#8211; nach fast 20 Jahren!<\/p>\n<p><strong>476<\/strong><br \/>\nder Skire Odoaker wird westr\u00f6mischer Kaiser und erh\u00e4lt von Geiserich einen Gro\u00dfteil Siziliens gegen Jahrestribut zur\u00fcck. Geiserich beh\u00e4lt nur Marsala als strategisches Vorfeld.<\/p>\n<p><strong>24.01.477<\/strong><br \/>\nTod Geiserichs, sein \u00e4ltester Sohn Hunerich wird Nachfolger und versucht, im Gegensatz zu seinem Vater, sich mehr um die Innenpolitik zu k\u00fcmmern, denn revoltierende Berberst\u00e4mme sch\u00fctteln im S\u00fcdwesten des Landes die wandalische Oberherrschaft ab.<\/p>\n<p><strong>ab 477<\/strong><br \/>\nErneuter Zwist mit Byzanz, weil Hunerich das Verm\u00f6gen seiner geflohenen Frau Eudocia einfordert. Hunerich nimmt die altbew\u00e4hrten Kaperfahrten wieder auf. Byzanz hingegen droht mit der Einschlie\u00dfung durch die Berber und man einigt sich.<\/p>\n<p><strong>481<\/strong><br \/>\nGegen Erlaubnis des arianischen Gottesdienstes in Byzanz d\u00fcrfen auch die Katholiken im Wandalenreich wieder den Metropolienstuhl besetzen und Eugenius wird zum Bischoff von Karthago ernannt. Hunerich verfolgt das Ziel die Thronfolge in direkter Linie wieder einzuf\u00fchren, um so seinen &#8211; von der katholischen Eudocia stammenden &#8211; Sohn Hilderich als Nachfolger durchzusetzen. Das erregt den Unmut der alten Anh\u00e4nger &amp; Verwandten Geiserichs, welche Hunerich daraufhin ohne R\u00fccksicht auf Stand &amp; Alter verbannen, versklaven, verst\u00fcmmeln und hinrichten lie\u00df. Dabei machte er selbst vor seinem Bruder Theoderich und seiner Familie keinen Halt.<\/p>\n<p><strong>482<\/strong><br \/>\nerneuter Beginn der Katholikenverfolgungen<\/p>\n<p><strong>483<\/strong><br \/>\nVerbannung von 5000 katholischen Geistlichen in die W\u00fcste, die gr\u00fcnden dort Kl\u00f6ster und Einsiedlerklausen und gewinnen nur noch mehr an Ansehen<\/p>\n<p><strong>484<\/strong><br \/>\nKonferenz aller arianischen &amp; katholischen Bisch\u00f6fe des nordafrikanischen Wandalengebietes, die bald in tumultartige Auseinandersetzungen ausartet, woran der arianische Patriarch Cyrila die Schuld trug. Hunerich gab die Schuld aber den Katholiken, verlangte hohe Geldstrafen und ihren sofortigen \u00dcbertritt zum arianischen Glauben. Dieses Dekret wurde Vorbild f\u00fcr die sp\u00e4tere Ketzergesetzgebung der r\u00f6mischen Kaiser. Als Ergebnis wurden alle katholischen Glaubens enteignet und anschlie\u00dfend entweder bekehrt oder ins Exil geschickt bzw. f\u00fcr vogelfrei erkl\u00e4rt. Gro\u00dfe Hungersnot im Sommer, im Winter stirbt Hunerich ohne die katholische Opposition wirklich zerschlagen zu haben. Anstelle Hilderichs folgt Gunthamund, ein Enkel Geiserichs und Hunerichs Neffe auf den Thron. Mit ihm beginnt der endg\u00fcltige Verfall der Wandalen, sie verweichlichen immer mehr indem sie die einheimische &amp; christliche Lebensweise \u00fcbernehmen, d.h. nie endenwollende Feste, Prunksucht, Verfall von germanischen Sitten, Gebr\u00e4uchen &amp; Moral, Sklaverei, sich bedienen lassen, selbst ihr Land zu verteidigen, waren sie sich inzwischen zu fein und blieben lieber auf ihren protzigen Landsitzen<\/p>\n<p><strong>487<\/strong><br \/>\nGunthamund erlaubt dem karthagischen Bischof Eugenius die R\u00fcckkehr aus der Verbannung<\/p>\n<p><strong>491<\/strong><br \/>\nden Krieg zwischen Odoaker und Theoderich ausnutzend, \u00fcberf\u00e4llt und brandschatzt Gunthamund Sizilien, wird aber von den Ostgoten zur\u00fcckgeschlagen, die von nun an auch keinen Tribut mehr f\u00fcr Sizilien bezahlen<\/p>\n<p><strong>494<\/strong><br \/>\nd\u00fcrfen alle katholischen Bisch\u00f6fe &amp; Kleriker zur\u00fcckkehren und erhalten auch ihren Kirchenbesitz zur\u00fcck. Viele neue Klostergr\u00fcndungen folgen.<\/p>\n<p><strong>496<\/strong><br \/>\nerneute Aufst\u00e4nde &amp; Pl\u00fcnderungsz\u00fcge der Mauren &amp; Berber im S\u00fcden des Landes, es bilden sich erste Berberstaaten &#8211; die zumeist aus Kamelreiternomaden bestehen, die von der Pl\u00fcnderung der ackerbauenden Bev\u00f6lkerung des Wandalenstaates leben<\/p>\n<p><strong>Okt.496<\/strong><br \/>\nTod Gunthamunds, sein Bruder Thrasamund folgt ihm auf den Thron, der f\u00f6rdert weiterhin wie auch Gunthamund Kunst &amp; Kultur, macht die Streitigkeiten zwischen Arianern &amp; Katholiken aber zu seiner pers\u00f6nlichen Angelegenheit, die er aber im Gegensatz zu seinen Vorg\u00e4ngern in geistigen Auseinandersetzungen l\u00f6sen will.<\/p>\n<p><strong>499<\/strong><br \/>\nwird der katholische Bischof Rufinianus auf eine kleine Insel in der N\u00e4he Siziliens ins Exil geschickt. Durch Todesfall frei gewordene Bischofsst\u00fchle durften nicht wieder besetzt werden.<\/p>\n<p><strong>500<\/strong><br \/>\nsein Bem\u00fchen um ein besseres Verh\u00e4ltnis mit Ostgoten &amp; Byzanz f\u00fchrt zur Ehe mit Theoderich`s Schwester Amalafrida, die das sizilianische Gebiet um Marsala sowie 1000 adlige Goten &amp; 5000 bewaffnete Knechte mitbrachte<\/p>\n<p><strong>502<\/strong><br \/>\nauf Dr\u00e4ngen der katholischen Gemeinde wurde der Abt Fulgentius in Ruspe als Bischof ausgerufen. Das zog die Verbannung aller Bisch\u00f6fe nach Sardinien nach sich, wo sie m\u00f6nchsartige Gemeinden bildeten und eine hohe seelsorgerische &amp; theologische Aktivit\u00e4t entwickelten<\/p>\n<p><strong>508<\/strong><br \/>\ntrotz Thrasamunds Heirat mit Amalafrida nahm er eine abwartende Stellung ein, als Theoderich in einem Zweifrontenkrieg zwischen Franken &amp; Byzanz steckte<\/p>\n<p><strong>510<\/strong><br \/>\nkam es fast zum Bruch mit den Ostgoten, weil Thrasamund den nach Afrika gefl\u00fcchteten westgotischen Thronfolger Gesdech mit Geld unterst\u00fctzte. Thrasamund entschuldigt sich f\u00f6rmlich bei Theoderich und die Ostgoten nehmen an.<\/p>\n<p><strong>515<\/strong><br \/>\nerneuter Beginn von Pl\u00fcnderungen der tunesischen K\u00fcste durch dortige W\u00fcstenst\u00e4mme unter F\u00fchrung von Guenfans und Antalas. Thrasamund f\u00fchrt eine Strafexpedition gegen den tripolitanischen Despoten Kabaon, der das wandalische Reiterheer aber vernichtend schl\u00e4gt &#8211; die wandalischen Pferde hatten Angst vor Kamelen! Der inzwischen ber\u00fchmt gewordene Fulgentius in Ruspe wird als Repr\u00e4sentant der Verbannten nach Karthago zur\u00fcckgeholt, wo er Thrasamund eine Reihe theologischer Fragen schriftlich zu beantworten hat. Thrasamund schien diesem neuen &#8222;Religionsgespr\u00e4ch&#8220; wohl aber nicht gewachsen und schickt Fulgentius in Ruspe wieder zur\u00fcck ins Exil.<\/p>\n<p><strong>523<\/strong><br \/>\nTod Thrasamunds, nun kommt endlich der verweichlichte und durch Herkunft wie Neigung r\u00f6misch beeinflu\u00dfte Hilderich, Sohn Hunerichs &amp; Eudocias, an die Macht. Trotz seines Eides am Sterbebett Thrasamunds, die Katholken nicht zu f\u00f6rdern und in die \u00c4mter zu\u00fcckzuerheben, l\u00e4\u00dft er sofort die verbannten Bisch\u00f6fe zur\u00fcckrufen und Neuwahlen bei den verwaisten Bist\u00fcmern ausschreiben<\/p>\n<p><strong>525<\/strong><br \/>\ndie katholische Kirche ist besitzm\u00e4\u00dfig restituiert und kann unter ihrem neuen Metropoliten Bonifatius ein gesamtafrikanisches Konzil abhalten<\/p>\n<p><strong>526<\/strong><br \/>\nHilderich l\u00f6st sich vom B\u00fcndnis mit den Ostgoten und wendet sich Byzanz zu. Thrasamunds Witwe Amalafrida versucht gegen Hilderich zu rebellieren, wird allerdings eingekerkert und mit ihr stirbt ihr gesamtes gotisches Gefolge. Noch bevor Theoderich zu einem Rachefeldzug r\u00fcsten kann, stirbt er und sein minderj\u00e4hriger Enkel Athalarich mu\u00df sich mit schriftlichen Protesten begn\u00fcgen.<\/p>\n<p><strong>bis 529<\/strong><br \/>\nerneute maurische Vorst\u00f6\u00dfe unter Antalas auf die tunesische K\u00fcste, Hilderichs Neffe Hoamer verfolgt sie bis ins Dursale-Gebirge, wo sie in einen Hinterhalt geraten &amp; eine vernichtende Niederlage erfahren. Von nun an ist die wandalische Ostk\u00fcste den berberische Streifscharen hilflos ausgeliefert<\/p>\n<p><strong>530<\/strong><br \/>\nenthebt die innere wandalische Opposition Hilderich seines Amtes und kerkert ihn nebst Hoamer und anderen Familienangeh\u00f6rigen ein. Gelimer, Neffe Gunthamunds und Thrasamunds, wird neuer &amp; letzter K\u00f6nig der Wandalen. Gelimer schwenkt sofort in eine gegnerische Stellung gegen\u00fcber Byzanz und den Kaholiken, die ihn als Tyrannen und Usurpator sehen. Die Ostgoten erkennen ihn aus Angst vor Byzanz nicht an. Der byzantinische Kaiser Justinian ist noch mit den Persern besch\u00e4ftigt und verlangt so Hilderich wenigstens als &#8222;Schattenk\u00f6nig&#8220; zu belassen. Gelimer beantwortet das mit versch\u00e4rften Haftbedingungen und der Blendung Hoamers. Nun verlangt Justinian deren Auslieferung, was Gelimer br\u00fcsk ablehnt.<\/p>\n<p><strong>532<\/strong><br \/>\nJustinian schlie\u00dft Frieden mit den Persern und kann sich nun dem wandalischen Problem zuwenden.<\/p>\n<p><strong>533<\/strong><br \/>\nBelisar zieht mit nur 10 000 Fu\u00dfsoldaten, 5000 Reitern und 500 Schiffen gegen die Wandalen in den Krieg. Gelimer macht aber keinen Gegenangriff, da er wohl mit maurischen Einf\u00e4llen, dem Abfall des Pudentius in Tripolitanien und einem Aufstand in Sardinien besch\u00e4ftigt war. Gelimer l\u00e4\u00dft seine gesamte wandalische Flotte von 120 Schnellseglern mit 5000 Mann unter Befehl seines Bruders Tzazo nach Sardinien segeln. Als Belisar auf Sizilien gelandet, dies erfuhr, konnte er ohne Probleme auf die schutzlose wandalische K\u00fcste segeln. Die katholische Bev\u00f6lkerung lief sofort \u00fcber zum &#8222;Befreier&#8220;. Gelimer lie\u00df sofort Hilderich &amp; dessen r\u00f6mische Gefolgschaft hinrichten, richtete ein Hilfegesuch an den Westgotenk\u00f6nig Theudis und verschiffte den K\u00f6nigsschatz nach Hippo Regius, um damit bei Bedarf zu den Westgoten fliehen zu k\u00f6nnen. Danach versuchte er Belisar bei Decimun, 15km s\u00fcdlich von Karthago, mit 3 Heeresabteilungen in einer Kesselschlacht zu vernichten &#8211; er erzielte zwar einen Erfolg, doch f\u00fchrte er den Angriff nach dem Tode seines j\u00fcngsten Bruders Ammatas nicht zu Ende. So konnte Belisar seine Truppen erneut sammeln und zu einem erneuten Angriff f\u00fchren, bei dem Gelimer nach Numidien floh &amp; Belisar ohne Kampf Karthago einnehmen konnte. Belisar erneuert die karthagischen Befestigungen und Gelimer steht ihm mit seiner zur\u00fcckgekehrten Sardinienflotte, der Landbev\u00f6lkerung und verb\u00fcndeten maurischen Verb\u00e4nden in einem Guerillakrieg gegen\u00fcber. Im Dezember kommt es zu einer erneuten Feldschlacht bei Tricamarum, 30km vor Karthago, die anfangs recht erfolgversprechend begann, doch beim Tode von Gelimer`s Bruder Tzazo in einer heillosen Flucht endet. Die wandalischen Krieger fliehen zu den Mauren ins Gebirgsmassiv Edough westlich von Hippo Regius, wo sie bis April 534 aushalten. Ihr Lager mit Frauen, Kindern und aller Habe samt K\u00f6nigsschatz f\u00e4llt in die H\u00e4nde von Belisar.<\/p>\n<p><strong>534<\/strong><br \/>\nIm April ergibt sich Gelimer, dem Hungertod nahe, Belisar in Karthago, der ihn alsbald mit den anderen Gefangenen &amp; der Beute nach Konstantinopel \u00fcberf\u00fchrt, wo man zu einem Siegesfest r\u00fcstet. Anschlie\u00dfend wird er mit Besitz in Galatien ausgestattet und beendet seine Laufbahn als Lehnsmann des Kaisers.<\/p>\n<p><strong>535<\/strong><br \/>\ndie katholische Kirche hat wieder Vorrang und alle anderen Glaubensrichtungen wie Arianer, Donatisten, Juden u.a. fallen unter die Ketzergesetze. Au\u00dferdem erfinden sie die Legende vom verfluchten K\u00f6nigsschatz, um so einen Gro\u00dfteil des wandalischen K\u00f6nigsschatzes in ihren Besitz nach Jerusalem zu bekommen.<\/p>\n<p><strong>536<\/strong><br \/>\neine Widerstandsbewegung aus Wandalen, Arianern, Mauren und sogar byzanthinischen Soldaten, die inzwischen mit Wandalinnen verheiratet waren, bildet sich &amp; plant die Ermordung des byzanthinischen Oberbefehlhabers Solomon, der aber nach Syrakus fliehen kann. Bald darauf kehrt Belisar zur\u00fcck, um der Verschw\u00f6rung Herr zu werden, wird aber schon von 8000 Rebellen unter F\u00fchrung des einstigen byzanthinischen Leibw\u00e4chters Stotzas erwartet, der gerade Karthago erobert hat. Belisar kann ihn aber schlagen &amp; nimmt zahlreiche wandalische Frauen, die als Anstifterinnen gelten, gefangen. Danach \u00fcbernimmt Justinians Neffe Germanos den Kampf, der zwar Stotzas bei Cellas Vatari schlagen kann, doch dem gelingt mit zahlreichen Wandalen die Flucht nach Mauretanien.<\/p>\n<p><strong>539<\/strong><br \/>\nSolomon kehrt als afrikanischer Oberbefehlshaber zur\u00fcck und l\u00e4\u00dft viele Wandalen au\u00dfer Landes schaffen<\/p>\n<p><strong>544<\/strong><br \/>\nSolomon k\u00e4mpft gegen die Mauren des Antalas und findet dabei den Tod<\/p>\n<p><strong>546<\/strong><br \/>\nDer numidische Befehlshaber Guntharit t\u00f6tet mit Hilfe Stotzas, der inzwischen eine berberische Prinzessin geheiratet hat, Solomons Nachfolger Areobindos und versucht mit Wandalen, Berbern und R\u00f6mern das Wandalenreich zur\u00fcckzuerobern. Bei einem Festmahl wird Guntharit aber get\u00f6tet und seine wandalischen Anh\u00e4nger suchten Zuflucht in den Kirchen, die sie allerdings an Byzanz auslieferten.<\/p>\n<p>Die verbliebene wandalische Bev\u00f6lkerung im Maghribgebiet war nur noch gering und ging in den r\u00f6mischen und berberischen Gruppierungen auf.<\/p>\n<table style=\"width: 100%; border-collapse: collapse; border-style: none;\" border=\"1\">\n<tbody>\n<tr>\n<td style=\"width: 50%; border-style: none;\"><a href=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/urheimat.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-5628 aligncenter\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/urheimat-202x300.gif\" alt=\"\" width=\"202\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/urheimat-202x300.gif 202w, https:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/urheimat-350x519.gif 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 202px) 100vw, 202px\" \/><\/a><\/td>\n<td style=\"width: 50%; border-style: none;\"><a href=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/zug.gif\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-5629\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/zug-300x200.gif\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"200\" srcset=\"https:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/zug-300x200.gif 300w, https:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/zug-350x234.gif 350w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"width: 50%; border-style: none; text-align: center;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Urheimat der Wandalen<\/span><\/td>\n<td style=\"width: 50%; border-style: none; text-align: center;\"><span style=\"font-size: 10pt;\">Zug der Wandalen<\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Quellen:<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">Hans Joachim Diesner &#8222;Das Vandalenreich&#8220; 1966<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">Christoph Oberm\u00fcller &#8222;Die deutschen St\u00e4mme&#8220; 1941<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">Malcolm Todd &#8222;Die Germanen&#8220; 2000<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">Malcolm Todd &#8222;Die Zeit der V\u00f6lkerwanderung&#8220; 2002<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">Hannsferdinand D\u00f6bler &#8222;Die Germanen&#8220; 2000<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">Felix Dahn &#8222;Gelimer&#8220; 1885<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Wandalen Die Urheimat der Wandalen war Nord-J\u00fctland, wo die Gegend heute noch Vendyssel hei\u00dft, und die Oslobucht. 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