{"id":5644,"date":"2018-11-18T12:49:08","date_gmt":"2018-11-18T11:49:08","guid":{"rendered":"http:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=5644"},"modified":"2018-11-18T12:49:08","modified_gmt":"2018-11-18T11:49:08","slug":"besiedlung-der-striegistaeler-in-sachsen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=5644","title":{"rendered":"Besiedlung der Striegist\u00e4ler in Sachsen"},"content":{"rendered":"<h1>Besiedlung der Striegist\u00e4ler in Sachsen<\/h1>\n<h2><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-5645\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/1-1.jpg\" alt=\"\" width=\"137\" height=\"200\" \/>Vorgeschichte<\/h2>\n<p>Durch zahlreiche Gr\u00e4berfunde wurde nachgewie\u00dfen, da\u00df in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung im Gebiet zwischen Saale &amp; Oder, dem jetzigen Sachsen, Germanen gewohnt haben. Leider ist aus dieser Zeit nicht viel weiteres bekannt, sicher d\u00fcrfte nur sein, da\u00df sie in der Zeit der V\u00f6lkerwanderung westw\u00e4rts gezogen sind und so Platz machten f\u00fcr die von Osten her nachdr\u00e4ngenden Wenden (Slawen). Diese besiedelten haupts\u00e4chlich die Flu\u00dft\u00e4ler und das Flachland, was sich wohl auf ihre Hauptbesch\u00e4ftigung, n\u00e4mlich Ackerbau und Viehzucht, zur\u00fcckf\u00fchren l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Karl der Gro\u00dfe l\u00e4utete das Ende ihrer \u00c4ra ein, indem er sie in einer Schlacht niederwarf. Jedoch machten sich die Wenden nach dem Tode ihres Bezwingers vorerst wieder unabh\u00e4ngig. Aufgeschreckt durch ihre Niederlage stifteten sie an der Ostgrenze best\u00e4ndig Unruhe. Heinrich I. nahm sich ihrer an und bezwang sie nach einem viele Jahre dauernden blutigen Unterwerfungskrieg. Hernach wurden die eroberten L\u00e4ndereien zum Deutschen Reiche geschlagen.<\/p>\n<p>Um das neue Land zu sichern errichtete Otto der Gro\u00dfe unter anderem die Mark Mei\u00dfen.<\/p>\n<p>Im Jahre 1089 verlieh der Kaiser Heinrich IV. dem Grafen Heinrich von Eilenburg aus dem Geschlechte der Wettiner und sp\u00e4ter an dessen Sohn Heinrich II. die Markgrafenw\u00fcrde \u00fcber die Mark Mei\u00dfen. Die Wettiner stammten aus dem Raum zwischen Harz &amp; Saale, wo sie auch mehrere Grafschaften besa\u00dfen. Ihr Geschlecht war eines der k\u00e4mpferischsten unter den Feinden der Slawen. Sie waren von 1089 bis 1918 im Besitz der Mark Mei\u00dfen und der daraus hervorgegangenen L\u00e4ndereien.<\/p>\n<h2>Besiedlung<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-5646\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/2-1.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"121\" \/><\/h2>\n<p>Bei der Teilung der wettinischen L\u00e4ndereien durch Konrad von Wettin an seine f\u00fcnf S\u00f6hne war die Mark Mei\u00dfen an Otto den Reichen, Konrads \u00e4ltesten Sohn, gefallen. Otto hatte das Kloster Altzella bei Nossen gegr\u00fcndet und mit reichem Landbesitz ausgestattet. Bei der Urbarmachung des Klosterwaldes stie\u00df man auf gro\u00dfe Lager von Silbererz. Nach dieser Entdeckung rief Otto von Wettin Siedler ins Land, um dieses Gebiet urbar zu machen. Diesem Ruf folgten Menschen aus Franken, dem heutigen Niedersachsen und Flandern, um in kleinen Gruppen, angef\u00fchrt von jeweils einem Lokator, den Miriquidi zu bezwingen. Der Miriquidi (mir &#8211; finster, schwarz und quuidui, widu &#8211; Holz, Wald) war sehr unwegsam, in den Flu\u00dfl\u00e4ufen sumpfig, auf H\u00f6hen sehr dicht bewaldet. Vermutlich hatte er nur geringen Wildbestand. Bis dahin d\u00fcrften nur J\u00e4ger Grenzbereiche des Waldes auf kaum begehbaren Pfaden durchquert haben. Durch dieses unwegsame Gel\u00e4nde gab es bis dato nur eine Handelsverbindung; den B\u00f6hmischen Steig zwischen Halle &amp; Br\u00fcx im B\u00f6hmischen. Wo die Stra\u00dfe verlief ist nicht \u00fcberliefert, sicher ist jedoch, das sie irgendwo durch die Freiberger Gegend gef\u00fchrt haben mu\u00df.<\/p>\n<p>Aus der Gegend zwischen Rochlitz &amp; D\u00f6beln, die schon besiedelt war, zogen die Neusiedler entlang der Flu\u00dfl\u00e4ufe von Zschopau, Mulde und Striegis sowie entlang des B\u00f6hmischen Steiges, um sich in den Flu\u00df- und Seitent\u00e4lern niederzulassen. Der Lokator teilte dann jedem Siedler einen senkrecht zum Bachlauf stehenden Streifen, die sogenannte &#8222;Hufe&#8220; zu, wobei die Kirche und der Lokator \u00fcblicherweise zwei erhielten. Dann begann die eigentliche Arbeit. Am Wasserlauf wurde das Strauchwerk beseitigt, die B\u00e4ume mu\u00dften gerodet werden, H\u00e4user mu\u00dften gebaut werden und f\u00fcr die Nahrung mu\u00dfte auch gesorgt werden. Der Dorfweg wurde zumeist entlang des Baches angelegt. Wegen des ab und zu auftretenden Hochwassers baute man die H\u00e4user so hoch wie m\u00f6glich auf die jeweilige Hufe. Oft bekam die so entstandene Siedlung dann den Namen des Anf\u00fchrers, wie zum Beispiel Dittersbach nach Dytherichsbach &#8211; Dietrich benannt wurde. Der Lokator erhielt au\u00dferdem noch die Ehre der niederen Gerichtsbarkeit und des Schankrechtes. So entstanden nach und nach die D\u00f6rfer in der Gegend um Frankenberg &#8211; Freiberg, in dieser ganz speziellen Form, dem &#8222;Waldhufendorf&#8220;, einer Kulturlandschaft in die der Mensch immer mehr eingriff und sie in das verwandelte, was wir heute sehen.<\/p>\n<h2>Striegistaler Besiedlungszug<\/h2>\n<p>Jedes Jahr im Juli bzw. August ist der Historische Besiedlungszug in der Region der Striegist\u00e4ler unterwegs. 15 Planwagen mit Reitern, Kindern, Erwachsenen und Gauklern ziehen 9 Tage durch eine reizvolle Landschaft. Ebenfalls mit dabei sind zwei Eselwagen. Genie\u00dft das mittelalterliche Leben in authentischer Kleidung in der Wagenburg bei Vollverpflegung einer mittelalterlicher K\u00fcche und die t\u00e4gliche Fahrt auf Planwagen. Au\u00dferdem gibts vielseitige kulturelle und sportliche Veranstaltungen wie zum Beispiel historische Kinderspiele und Reiterspiele. Palavert abends am Lagerfeuer \u00fcber Geschmack und Wirkung der verschiedenen Metsorten oder genie\u00dft einfach das Spiel der Gaukler und Trommler.<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-5647\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/3-1.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"183\" \/>Ihr erreicht ihn unter der Anschrift<\/strong><br \/>\nVerein &#8222;Historischer Besiedlungszug A.D.1156&#8220; e.V.<br \/>\nAm Schlo\u00df Sachsenburg 1<br \/>\n09669 Frankenberg<br \/>\nTel: 037206-81356<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\"><span style=\"font-size: 8pt;\">Thomas M\u00fcller<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Besiedlung der Striegist\u00e4ler in Sachsen Vorgeschichte Durch zahlreiche Gr\u00e4berfunde wurde nachgewie\u00dfen, da\u00df in den ersten Jahrhunderten unserer Zeitrechnung im Gebiet zwischen Saale &amp; Oder, dem jetzigen Sachsen, Germanen gewohnt haben. 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