{"id":5651,"date":"2018-11-18T12:54:53","date_gmt":"2018-11-18T11:54:53","guid":{"rendered":"http:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=5651"},"modified":"2018-11-18T12:54:53","modified_gmt":"2018-11-18T11:54:53","slug":"das-alte-island","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=5651","title":{"rendered":"Das alte Island"},"content":{"rendered":"<h1 style=\"text-align: center;\">Das alte Island<\/h1>\n<p><a href=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/islandkarte.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-5652\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/islandkarte-300x220.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"220\" srcset=\"https:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/islandkarte-300x220.jpg 300w, https:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/islandkarte-768x562.jpg 768w, https:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/islandkarte-350x256.jpg 350w, https:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2018\/11\/islandkarte.jpg 807w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a>Island ist das am l\u00e4ngsten menschenleer gebliebene Land unseres Erdballs. Es waren jedoch nicht die Skandinavier, die als Erstes ihren Fu\u00df auf den Inselboden setzten. In S\u00fcdostisland wurden 3 r\u00f6mische M\u00fcnzen des 3.Jh.n.0 gefunden. Wahrscheinlich von r\u00f6mischen Schiffbr\u00fcchigen, die es von den britischen Inseln aus nach Norden verschlagen hatte.<\/p>\n<p><strong>um 800<\/strong><br \/>\nkamen dann irische Anachoreten &#8211; eine extreme Form der Einsiedelei<\/p>\n<p><strong>825<\/strong><br \/>\nberichtet der Ire Diciul vom Lande Thile &#8211; sp\u00e4ter Thule; davon h\u00f6rten auch die norwegischen Wikinger, die zu der Zeit in Irland &amp; Schottland sa\u00dfen<\/p>\n<p><strong>Mitte des 9.Jh.<\/strong><br \/>\nbesiedelten die Norweger die F\u00e4r\u00f6er &#8211; der Weg nach Island war nicht mehr weit<\/p>\n<p><strong>860 &#8211; 870<\/strong><br \/>\n3 M\u00e4nner kamen nach und nach auf die Insel:<br \/>\n1. Gardar Sv\u00e1varsson, ein Schwede, kam auf dem Weg zu den Hebriden an der Nordspitze Schottlands vom Kurs ab, umfuhr Island, \u00fcberwinterte an der Nordk\u00fcste &amp; kehrte zur\u00fcck.<br \/>\n2. um 860 kam Naddodd, ein Norweger, auf dem Weg zu den F\u00e4r\u00f6ern vom Kurs ab, landete an der Ostk\u00fcste Islands und kehrte wegen Wintereinbruch sofort um &#8211; nannte das Land aber Snaeland = Schneeland.<br \/>\n3. Fl\u00f3ki Vilgerdarson, ein Westnorweger aus Rogaland, war der Erste, der mit Vieh vor hatte auf Island zu siedeln. Er fuhr \u00fcber die Shetlandinseln, dann F\u00e4r\u00f6ern an die S\u00fcdk\u00fcste Islands bis zur Westk\u00fcste. Raben hatten ihm den Weg gewiesen. Trotz dessen, da\u00df es Fr\u00fchjahr war, traf er als erstes auf einen vereisten Fjord und gab der Insel frustriert den Namen Island. \u00dcberw\u00e4ltigt vom Fischreichtum der Insel, k\u00fcmmerte er sich nicht vorausschauend um Winterfutter f\u00fcr sein Vieh, weshalb es den Winter nicht \u00fcberlebte. Daher mu\u00dfte er aufgeben und im Fr\u00fchjahr wieder zur\u00fcck nach Norwegen segeln. Im n\u00e4chsten Jahr kam er mit neuem Vieh wieder und blieb.<\/p>\n<p><strong>870<\/strong><br \/>\nkam Ingolf Arnarson, der als 1. Isl\u00e4nder bezeichnet wird. Er \u00fcberwinterte an der S\u00fcdk\u00fcste. Sein Bruder segelte weiter und siedelte an der Westk\u00fcste bei Vik. Er wurde von seinen Sklaven erschlagen, die sich dann auf den Westm\u00e4nnerinseln versteckten. Ingolf r\u00e4chte seinen Bruder und siedelte auf dessen Hof nieder &#8211; dort wurde sp\u00e4ter Reykjavik gegr\u00fcndet.<\/p>\n<p><strong>874 &#8211; 930<\/strong><br \/>\njetzt beginnt die Landnahmezeit Islands &#8211; neuere Berechnungen sind der Meinung, da\u00df Ingolf Arnarson nicht vor 885 angekommen sein kann und auch da\u00df die Besiedlung l\u00e4nger gedauert hat. Das &#8222;Landn\u00e1mabok&#8220; Islands erz\u00e4hlt sehr ausf\u00fchrlich von dieser Zeit, obwohl es erst im 13.Jh. niedergeschrieben wurde. Es erz\u00e4hlt von 400 Anf\u00fchrern und ihren Familien, ihrer Landnahme, Ihrem Glauben &amp; Sitten. Da Island durch seinen regen Vulkanismus nur in K\u00fcstenn\u00e4he bewohnbar ist, war Siedlungsland bald vollst\u00e4ndig vergeben und es konnte auch kein neues Land dazugewonnen werden. Da die Skandinavier mit ihrem Vieh Saetr-Wirtschaft betrieben, das ist eine Art Sennwirtschaft wie in den Alpen, suchte man wegen der Hochlandweiden die N\u00e4he zum Gebirge. Die ersten Siedler teilten das Land unter sich auf. Alle die nach ihnen kamen, mu\u00dften sich mit immer weniger Land zufrieden geben.<br \/>\nIsland wurde in der ersten Phase der gro\u00dfen Wikingerz\u00fcge besiedelt. Da auf einem Wikingerschiff allgemeine Gleichberechtigung herrschte, wollten die sich zur Ruhe setzenden Wikinger in ihrer neuen Heimat, die noch unter keiner K\u00f6nigsherrschaft stand, diese Freiheit &amp; Gleichberechtigung weiterleben.<br \/>\nNach einem alten Rechtssatz gilt ungenutztes Land als herrenlos und darf sich angeeignet werden. So schwand wieder die Macht der ersten Siedler, die sich zuviel Land angeeignet hatten, weil sie nicht im Stande waren es zu bestellen. So entwickelte sich eine gewisse Gleichheit. Die ehemaligen Anf\u00fchrer aus K\u00f6nigs- &amp; Jarlsgeschlechtern waren bald im Stand eines Gemeinfreien und einstige Sklaven und Freigelassene waren ihnen fast gleichgestellt. Die meisten Einwanderer waren Norweger, gr\u00f6\u00dftenteils aus Tr\u00f6ndelag und Halogaland, wenige Schweden aus G\u00f6taland und nur ein D\u00e4ne, Sohn des Entdeckers Gardar. Da viele Norweger von Schottland und den F\u00e4r\u00f6ern aus nach Island \u00fcbersiedelten, kam auch viel keltisches Blut auf die Insel und somit auch Christen. Die ersten christlichen Einsiedler, von den Wikingern Papi genannt, waren schon fr\u00fchzeitig beim Eintreffen der Nordm\u00e4nner geflohen. Die Besiedlung Norwegens wurde gef\u00f6rdert durch die Einigung Norwegens unter Harald Sch\u00f6nhaar, was vorallem die alten herrschenden Geschlechter des Westlandes entmachtete &amp; sie zur Flucht zwang. Nach England konnten sie nicht, da der Nord- &amp; Mittelteil von Alfred dem Gro\u00dfen und K\u00f6nig Harald beherrscht wurde.<\/p>\n<p><strong>910 &#8211; ca. 990<\/strong><br \/>\nEgil Skallagrimsson &#8211; ber\u00fchmter Dichter &amp; Sagaheld der Egils Saga<\/p>\n<p><strong>930<\/strong><br \/>\ngab sich Island sein Staatswesen mit eigenen Gesetzen, \u00f6rtlichen Thingversammlungen und einem zentralen Allthing in Thingvellir mit einem Gesetzessprecher. Grimur Geitskor bestimmt das Thingvellir als Ort des j\u00e4hrlich stattfindenden Allthings wegen seiner zentralen Erreichbarkeit und der herrlichen Akustik. Das Allthing ist das \u00e4lteste noch aktive Parlament der Welt. Die Leitung des Things unterlag den Goden, das sind M\u00e4nner, die einen Tempel errichtet und eine Kultgemeinde um sich versammelt hatten. Die isl\u00e4ndische Verfassung macht die Entwicklung einer zentralen Macht unm\u00f6glich. So ist der Geseztessprecher nur w\u00e4hrend der 2 Wochen des Allthings eine Amtsperson. Die Goden standen etwas besser da &#8211; ihnen oblag die Gesetzgebung und sie waren dar\u00fcber niemandem Rechenschaft schuldig. Allerdings konnte jeder Hausherr seinen Goden wechseln, wenn ihm dessen Tun nicht pa\u00dfte. Das machte beide gleicherma\u00dfen voneinander abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p><strong>930 &#8211; 1030<\/strong><br \/>\nist die Sagazeit. Die meisten der isl\u00e4ndischen Sagen spielen in dieser Zeit und handeln von den vielen privaten Familienfehden.<\/p>\n<p><strong>934<\/strong><br \/>\nVulkanausbruch der Katla, bei dem die Feuerspalte Eldgja f\u00fcr 6 jahre aktiviert wurde &#8211; sie fand Eingang in die Edda als Weg zur Unterwelt<\/p>\n<p><strong>965<\/strong><br \/>\nwird das Thingwesen wegen der vielen generationen\u00fcbergreifenden Familienfehden neu geregelt. Das Land wird nach den Himmelsrichtungen in 4 Viertelthinge geteilt, 3 Landschaftsthinge pro Viertel (der Norden bekommt wegen seiner Gr\u00f6\u00dfe 4), sowie 3 Goden f\u00fcr jeden Thingbezirk.<\/p>\n<p><strong>980<\/strong><br \/>\nwird Erik der Rote wegen Totschlags von der Insel verwiesen und macht sich auf die Suche nach den anderen Inseln im Nordwesten, von denen schon andere verirrte Seefahrer berichtet hatten. Er entdeckt Gr\u00f6nland, kehrt nach Island zur\u00fcck und gewinnt 700 Mann zur Gr\u00fcndung einer neuen Kolonie.<\/p>\n<p><strong>985<\/strong><br \/>\nlaufen 25 Schiffe aus von denen nur 14 in Gr\u00f6nland ankommen. Sie gr\u00fcndeten zwei Kolonien mit einem eigenen Thing und sp\u00e4ter auch eigenem Bischoff. Geh\u00f6rten erst zu Island, ab dem 13.Jh. zu Norwegen und ab dem 14.Jh. zu D\u00e4nemark.<\/p>\n<p><strong>992<\/strong><br \/>\nBjarne Herjulfsson kam auf seiner Fahrt von Norwegen nach Gr\u00f6nland vom Kurs ab und fand so im S\u00fcdwesten eine neue K\u00fcste.<\/p>\n<p><strong>994<\/strong><br \/>\nDaraufhin unternahm Leif der Gl\u00fcckliche, Sohn von Erik dem Roten, eine 3-4 j\u00e4hrige Entdeckungsfahrt und fand so Vinland. Er fuhr einen Gro\u00dfteil der nord\u00f6stlichen K\u00fcste Amerikas ab und unternahm einen Versuch der Besiedlung bei Lance au Meadows, die sich aber nicht lange hielt. In Vinland \u00fcberwinterten sie, weil es hier gen\u00fcgend Gras f\u00fcr ihre Tiere und Holz f\u00fcr den Hausbau gab, obwohl arch\u00e4ologische Ausgrabungen gezeigt haben, da\u00df die Behausungen in Vinland wie in Island auch aus Steinen und Grassoden errichtet waren. Leifs Bruder Thorvald setzte mit 30 Mann die Erkundung der Gegend fort und blieb zwei weitere Winter in Vinland, geriet jedoch in Auseinandersetzungen mit den Eingeborenen, wobei er verwundet wurde und starb. Als diese Kunde zu Leif nach Gr\u00f6nland kam, unternahm Thorfinn (ein anderer Verwandter Leifs) mit 160 Umsiedlern, darunter auch Frauen, einen weiteren Versuch Vinland zu besiedeln. Doch auch sie scheiterten nach dem 2. Winter am Widerstand der Eingeborenen. Auch ein weiterer 3. Versuch scheiterte, diesmal aber wegen Streit unter den Siedlern.<\/p>\n<p><strong>995<\/strong><br \/>\ngelangt Olaf Tryggvason, ein fanatischer Christ, auf den Thorn von Norwegen und \u00fcbt auch Druck auf Island aus. Er schickt den fl\u00e4mischen Missionar Dankbrand nach Island, der dort sehr brutal vorgeht. Au\u00dferdem nimmt K\u00f6nig Olaf in Norwegen S\u00f6hne aus einflu\u00dfreichen isl\u00e4ndischen Familien als Gei\u00dfel.<\/p>\n<p><strong>1000<\/strong><br \/>\nder heidnische Gesetzessprecher entscheidet auf dem Allthing die Annahme des Christentums, da sonst die staatliche Einheit zu zerbrechen droht, viele heidnische Sitten wurden jedoch beibehalten. Auch heidnische Opferfeste durften im privaten fortgesetzt werden.<\/p>\n<p><strong>1016\/1017<\/strong><br \/>\nwurde das Aussetzen von Kindern, Essen von Pferdefleisch und geheime heidnische Rituale verboten.<\/p>\n<p><strong>1025<\/strong><br \/>\nversucht Olaf, der Heilige auf der Felseninsel Grimsey vor der Nordk\u00fcste Islands einen Milit\u00e4rst\u00fctzpunkt einzurichten, um Island unter norwegische Oberhoheit zu zwingen &#8211; der Versuch schlug fehl.<\/p>\n<p><strong>1030<\/strong><br \/>\nstirbt der Gesetzessprecher Skapti Thorddsson nach 26 Jahren Amtszeit.<\/p>\n<p><strong>1031<\/strong><br \/>\nstirbt der Gode Snorri Thorgrimsson, der einflu\u00dfreichste Mann der Sagazeit. Sowie Grettir Asmundarson, der Held der Grettir Saga &#8211; das markiert das Ende der Sagazeit.<\/p>\n<p><strong>1030 &#8211; 1180<\/strong><br \/>\nFriedenszeit<\/p>\n<p><strong>1056<\/strong><br \/>\nbekommt Island mit Isleif Gizurarson seinen 1. Bischoff, er war in Herford ausgebildet und in Bremen geweiht worden<\/p>\n<p><strong>1082 &#8211; 1118<\/strong><br \/>\nwird sein Sohn Gizur Isleifsson 2. Bischoff des Landes<\/p>\n<p><strong>1096\/97<\/strong><br \/>\nsetzte er die Zehntzahlung der Bauern an die isl\u00e4ndischen Priester durch, die durch den Umstand, da\u00df sie auch weltliche Hofbesitzer waren, sehr m\u00e4chtige Sippen wurden.<\/p>\n<p><strong>1104<\/strong><br \/>\ngro\u00dfer Vulkanausbruch der Hekla, dessen Asche fast die komplette Insel bedeckt. Der dabei komplett versch\u00fcttete Wikingerhof St\u00f6ng nahe der Hekla wurde 1939 freigelegt und seine rekonstruierte Halle kann seit 1974 besichtigt werden. Laut Walter Hansen soll dieser gewaltige Vulkanausbruch die Isl\u00e4nder zu ihrer Vorstellung vom Ragnar\u00f6k veranla\u00dft haben.<\/p>\n<p><strong>1106<\/strong><br \/>\nGr\u00fcndung eines eigenen Bistums f\u00fcr das Nordland &#8211; das Allthing war aber weiterhin f\u00fcr die Wahl der Bisch\u00f6ffe zust\u00e4ndig und weltliche Gemeinden (hreppar) f\u00fcr die Eintreibung des Zehnten. Priester waren meist Hofbesitzer &amp; weltliche Herren. Andere Hofbesitzer lie\u00dfen f\u00fcr sich extra Priester ausbilden, die dann eine Art Knecht f\u00fcr sie waren. Priester waren auf Island auch immer verheiratet und hatten Kinder. Die isl\u00e4ndische Kirche hatte nichts mit der mittelalterlichen Kirche Europas gemein.<\/p>\n<p><strong>1.H\u00e4lfte des 12.Jh.<\/strong><br \/>\nSaemund Sigfusson (1056 &#8211; 1133) studiert in Paris und Ari Thorgilsson (1067 &#8211; 1148) legen den Grundstein zur isl\u00e4ndischen Geschichtswissenschaft &#8211; beide sind an den Urformen des Islendingabok, des Landnamabok und der Ur-Edda beteiligt. Teit Isleifsson, Sohn des 1. Bischoffs, gr\u00fcndet in Haukaddr die erste weltliche Schule<\/p>\n<p><strong>1125<\/strong><br \/>\nAri Thorgilsson ist Mitverfasser des Islendingabok = das \u00e4lteste Geschichtswerk Islands &amp; die \u00e4lteste schriftliche erz\u00e4hlende Prosa ganz Skandinaviens<\/p>\n<p><strong>1151\/52<\/strong><br \/>\nNorwegen bekommt seinen eigenen Erzbischoff in Drontheim; Island war somit nicht mehr Bremen unterstellt, sondern Norwegen.<\/p>\n<p><strong>1180 &#8211; 1264<\/strong><br \/>\nSturlungenzeit = eine Epoche der inneren Aufl\u00f6sung bis zur Unterwerfung des Landes durch Norwegen.<\/p>\n<p><strong>Ende des 12.Jh.<\/strong><br \/>\nvereinen einzelne Goden\/Priester immer mehr Godenbezirke unter einer Hand und nehmen den Bauern so die M\u00f6glichkeit zur Wahl. Dadurch und durch den Zehnten erhalten sie immer mehr Macht und k\u00f6nnen von den Thingleuten Waffendienste fordern. Das Gleichnis der St\u00e4nde zerbricht und erneute Machtk\u00e4mpfe kommen \u00fcber Island. Das m\u00e4chtigste Geschlecht dieser Zeit, das ihm seinen Namen gab, war begr\u00fcndet von Sturla Thordarson auf Hvammur im Westland. Sein Sohn Snorri Sturluson (1179- 1241) war Politiker, Geschichtsschreiber, Mythensammler und Dichter der Edda. Dessen Neffe Sturla Thordarson war der Geschichtsschreiber der Sturlungenzeit.<\/p>\n<p><strong>1181<\/strong><br \/>\nkommt Snorri Sturluson als Ziehsohn zu J\u00f3n Loftsson, einem der einflu\u00dfreichsten Goden seiner Zeit. Dort lernt er Lesen &amp; Schreiben, Latein, Theologie, Geografie uns isl\u00e4ndisches Recht.<\/p>\n<p><strong>1217<\/strong><br \/>\nder norwegische K\u00f6nig Hakon der Alte erkennt die Chance im von Familienfehden zerfressenen Island r\u00fccksichtslos einzugreifen.<\/p>\n<p><strong>1218<\/strong><br \/>\nsegelt Snorri Sturluson nach Norwegen und wird Gefolgsmann von Jarl Skuli Bardsson, der mit dem K\u00f6nig verwandt ist.<\/p>\n<p><strong>1220<\/strong><br \/>\nverh\u00e4ngt K\u00f6nig Hakon eine Handelssperre gegen Island, die aber was Bauholz- und Getreidelieferungen angeht, von Norwegen abh\u00e4ngig sind. Da sie ihre eigene Hochseeschiffahrt vernachl\u00e4ssigt hatten, k\u00f6nnen sie auch nicht auf England als Handelspartner ausweichen. Au\u00dferdem leisteten nach alter Sitte die S\u00f6hne vornehmer isl\u00e4ndischer Familien in ihrer Jugend Gefolgschaftsdienst beim norwegischen K\u00f6nig. K\u00f6nig Hakon verlangte von ihnen aber den Treueeid auf Lebenszeit und sah sie daraufhin als Untertanen an und verlangte von ihnen noch Treue &amp; Gehorsam auch wenn sie bereits nach Isand zur\u00fcckgekehrt waren. So erging es auch Snorri Sturluson. Als K\u00f6nig Hakon mit einem Kriegszug nach Island droht, kann es ihm Snorri mit dem Versprechen ausreden, da\u00df er daf\u00fcr Sorge tragen w\u00fcrde, da\u00df sich Isand Norwegen unterwirft. Zur\u00fcck in Island tat er aber nichts dergleichen.<\/p>\n<p><strong>1237<\/strong><br \/>\nwerden beide isl\u00e4ndische Bischofssitze frei und K\u00f6nig Hakon besetzt sie mit Norwegern, die in norwegischem Interesse wirken.<\/p>\n<p><strong>1237- 1239<\/strong><br \/>\nSnorri f\u00e4hrt nach Norwegen und ger\u00e4t dort in einen Aufstand von Jarl Skuli Bardsson gegen den K\u00f6nig. Als der Jarl f\u00e4llt, flieht Snorri gegen den Befehl des K\u00f6nigs nach Island. Daraufhin beauftragt K\u00f6nig Hakon Gissur Thorvaldsson, den Schwiegersohn Snorris, Snorri zu t\u00f6ten.<\/p>\n<p><strong>1241<\/strong><br \/>\nGissur t\u00f6tet Snorri und einige seiner S\u00f6hne am 23. September. Der isl\u00e4ndische B\u00fcrgerkrieg tobt noch weitere 20 Jahre.<\/p>\n<p><strong>1262 &#8211; 1264<\/strong><br \/>\nleisteten die isl\u00e4ndischen Landesviertel nach und nach den Treueeid auf Norwegen.<\/p>\n<p><strong>1263<\/strong><br \/>\nf\u00e4llt K\u00f6nig Hakon auf einem Feldzug in die norwegischen Besitzt\u00fcmer in Nordbritannien<\/p>\n<p><strong>1271<\/strong><br \/>\nlegte der norwegische K\u00f6nig dem Allthing ein neues Gesetzbuch nach norwegischem Recht vor, das nach einigen Jahren unter isl\u00e4ndischer Mitarbeit verbessert wurde = das Jonsbok. Damit gaben die Isl\u00e4nder ihre bishierigen Rechte auf. Die k\u00f6nigliche Pflicht f\u00fcr regelm\u00e4\u00dfigen Schiffsverkehr nach Island zu sorgen, wurde zum norwegischen Handelsmonopol umgedeutet, was anderen L\u00e4ndern verbot mit Island Handel zu treiben. 1602 m\u00fcnzten die D\u00e4nen dieses Monopol f\u00fcr sich um. Die Isl\u00e4nder versuchten sich vergeblich dagegen zu wehren und so begannen die 5 dunklen Jahrhunderte aus denen auch kaum etwas \u00fcberliefert ist.<\/p>\n<p><strong>1300<\/strong><br \/>\nbesonders schwerer Vulkanausbruch der Hekla, der mit schweren Erdbeben, Ascheregen, Sandst\u00fcrmen &amp; Verfinsterungen einherging und ein Jahr lang andauerte!<\/p>\n<p><strong>1397<\/strong><br \/>\nf\u00e4llt Norwegen mit Island unter d\u00e4nische Herrschaft<\/p>\n<p><strong>15.Jh.<\/strong><br \/>\nBeginn der kleinen Eiszeit in Island, woraufhin sich die Gletscher enorm ausdehnen &amp; die Kolonie in Gr\u00f6nland beginnt g\u00e4nzlich einzugehen.<\/p>\n<p style=\"text-align: right;\">\n<span style=\"font-size: 8pt;\">Quellen und weiterf\u00fchrende Literatur:<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">Hans Kuhn &#8222;Das alte Island&#8220;<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">Walter Hansen &#8222;Asgard&#8220;<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">Snorri Sturluson &#8222;Heimskringla&#8220;<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">AiD-Sonderausgabe &#8222;Siedeln und Leben am Rande der Welt&#8220;<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">Kirsten Seavers &#8222;Mit Kurs auf Thule&#8220;<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">Rainer Grimm &#8222;Wikingerwelten&#8220;<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">&#8222;Egils Saga&#8220;<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">&#8222;Grettir Saga&#8220;<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 8pt;\">&#8222;Laxdoela Saga&#8220;<\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das alte Island Island ist das am l\u00e4ngsten menschenleer gebliebene Land unseres Erdballs. Es waren jedoch nicht die Skandinavier, die als Erstes ihren Fu\u00df auf den Inselboden setzten. In S\u00fcdostisland wurden 3 r\u00f6mische M\u00fcnzen des 3.Jh.n.0 gefunden. 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