{"id":6609,"date":"2019-01-11T18:00:21","date_gmt":"2019-01-11T17:00:21","guid":{"rendered":"http:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=6609"},"modified":"2020-10-30T14:30:08","modified_gmt":"2020-10-30T13:30:08","slug":"schloss-puechau-bei-wurzen","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=6609","title":{"rendered":"Schloss P\u00fcchau bei Wurzen"},"content":{"rendered":"<h1>Schloss P\u00fcchau in Sachsen bei Wurzen gelegen<\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6610\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/puechau.gif\" alt=\"\" width=\"218\" height=\"288\" \/>Die Geschichte des Schlosses reicht bis in das 10. Jh zur\u00fcck. Die erste Burganlage wurde wahrscheinlich von K\u00f6nig Heinrich I. gegr\u00fcndet. Ein solch hohes Alter wie dieses Schloss k\u00f6nnen neben Mei\u00dfen in Sachsen nur Leipzig, Eilenburg und Wurzen aufweisen.<br \/>\nDiese Burgen auf dem westslawischem Gebiet dienten als St\u00fctzpunkte der k\u00f6niglichen Macht und wurden wegen der Kriegsz\u00fcge gegen die Ungarn um ca. 900 errichtet. Nachdem Heinrich I. eine Landordnung erlie\u00df, entstand ein System der Burgwarde. Das bedeutet, dass das Land in Bezirke aufgeteilt wurde und es eine Burg als Mittelpunkt gab. P\u00fcchau war dabei der Ort, der als erster in Sachsen, als deutscher Besitz nachzuweisen ist. P\u00fcchau wurde 924 in diesem Zusammenhang urkundlich erw\u00e4hnt. Aus der Chronik des Thietmar von Merseburg erf\u00e4hrt man, dass K\u00f6nig Heinrich I. in &#8222;urbs bichni&#8220; (also P\u00fcchau) Schutz und Unterschlupf fand, als er den Krieg gegen die Ungarn f\u00fchrte. Als Dank gab es f\u00fcr P\u00fcchau besondere Privilegien, Verg\u00fcnstigungen und Geschenke. Doch trotz dieser Privilegien verlor P\u00fcchau seine Stellung als regionaler Mittelpunkt. Durch eine Schenkungsurkunde des Kaisers Heinrich III. wird P\u00fcchau als &#8222;castellum&#8220; an die Mei\u00dfner Stiftskirche \u00fcbergeben.<br \/>\nP\u00fcchau und K\u00f6nig Heinrich I. werden jedoch bis heute noch immer miteinander verbunden. Zum Beispiel gibt es auf dem Schloss den &#8222;Heinrichsturm&#8220; und die &#8222;Heinrichsburg&#8220;, welche sich auf dem Wirtschaftshof befindet.<br \/>\nDie Bisch\u00f6fe von Mei\u00dfen belehnten verschiedene s\u00e4chsische Adelsgeschlechter mit der Burg. Somit kam es im Mittelalter zu vielen Besitzern:<\/p>\n<p>1222: die Herren von Brehna<br \/>\n1346 und 1358: Bodo von Torgau<br \/>\n1378 und 1385: Dietrich von Torgau<br \/>\n1394: Meyner von Lei\u00dfnig<br \/>\n1397: Nickel von Heinitz<br \/>\n1408 und 1412: Heinrich von Heinitz<br \/>\n1441 und 1469: Hans und Jacob von Spiegel<br \/>\n1509: die Herren von Saalhausen<br \/>\ndanach die Herren von Canitz<br \/>\nseit 1603: von Ende<br \/>\n1651 bis 1667: von Taube<br \/>\nund schlie\u00dflich die Grafen von B\u00fcnau.<\/p>\n<p>Nachdem der letzte Besitzer aus dem Geschlecht der Grafen von B\u00fcnau verstorben war(1760), verzichtete die Witwe, eine gewisse Freifrau von Hohenthal, ein zweites mal zu heiraten, &#8222;um&#8220;, wie sie es selber sagte, &#8222;P\u00fcchau der Hohenthalschen Familie zu erhalten&#8220;. Ihr Bruder, Peter Friedrich, \u00fcbernahm 1807 den Besitz. Er war kaiserlicher Konferenzminister. Angeblich hat er \u00fcber den Sommer hinweg, regelm\u00e4\u00dfig im Schloss residiert und &#8222;so manches zu dessen Versch\u00f6nerung getan&#8220;. Au\u00dferdem veranlasste er eine Treuhandschaftsverwaltung, wodurch das Familienverm\u00f6gen ungeteilt erhalten werden sollte. Dazu veranlasste er die Verbindung der Ritterg\u00fcter P\u00fcchau, Kayna und Prie\u00dfnitz zu einem &#8222;Gr\u00e4flichen Hohenthalschen Familien Fidei Commiss&#8220;<br \/>\nDurch Graf Karl Friedrich Anton , Gr\u00fcnder der Linie von Hohenthal-P\u00fcchau, der seit 1829 in P\u00fcchau ans\u00e4ssig war, begann der Umbau des Schlosses<\/p>\n<p>Die ehemalige Burg wurde im 19. Jh grundlegend erneuert.<br \/>\nDie \u00e4ltesten \u00dcberbleibsel des Schlosses, zu dem auch eine sehr gro\u00dfr\u00e4umige Parkanlage geh\u00f6rt, stammen circa aus dem 16.\/17. Jh und befinden sich im S\u00fcdfl\u00fcgel.<br \/>\nInsgesamt ist das Schloss allerdings durch Umbau und Neugestaltung im 19. Jh. gepr\u00e4gt. Durch eine Statue Heinrichs I. ist man aber auch auf die Zeit des Mittelalters und der damit verbundenen Geschichte des Schlosses eingegangen. Es wurde auch eine Ausschm\u00fcckung des Ahnen- und Wappensaales vorgenommen. Jedoch sind nur 3 dieser Erneuerungen erhalten geblieben: zum einen die Holzbalkendecke, die mit Wappen verziert wurde, dann der neogotische Kronleuchter und der Sandsteinkamin, welcher mit Marmor ausgelegt ist.<br \/>\nDie Fassade entstand nach dem Vorbild der englischen Neogotik und \u00e4hnlich aufwendig auch die Dekoration und Ausstattung der Innenr\u00e4ume.<br \/>\nNach einem zerst\u00f6rerischem Unwetter im Jahre 1912 mussten nochmals Erneuerungen vorgenommen werden, wodurch das einst altert\u00fcmliche Aussehen des Schlosses teilweise verloren ging.<\/p>\n<h6 style=\"text-align: right;\">Quelle: <a href=\"https:\/\/www.schloss-puechau.de\">www.schloss-puechau.de<\/a><\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Schloss P\u00fcchau in Sachsen bei Wurzen gelegen Die Geschichte des Schlosses reicht bis in das 10. Jh zur\u00fcck. Die erste Burganlage wurde wahrscheinlich von K\u00f6nig Heinrich I. gegr\u00fcndet. 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