{"id":6714,"date":"2019-01-13T12:23:07","date_gmt":"2019-01-13T11:23:07","guid":{"rendered":"http:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=6714"},"modified":"2020-10-30T14:20:30","modified_gmt":"2020-10-30T13:20:30","slug":"zur-baugeschichte-der-burg-rabenstein","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=6714","title":{"rendered":"Zur Baugeschichte der Burg Rabenstein"},"content":{"rendered":"<h1>Burg Rabenstein (Chemnitz\/Sa.)<\/h1>\n<h2>Zur Baugeschichte der Burg Rabenstein<\/h2>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-full wp-image-6717\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/03.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"308\" srcset=\"https:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/03.jpg 200w, https:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/03-195x300.jpg 195w\" sizes=\"auto, (max-width: 200px) 100vw, 200px\" \/>Leider sind uns nur wenige Daten bekannt, die mit der Baugeschichte der Burg Rabenstein in Zusammenhang stehen. Vor 1483, als die Herrschaft Rabenstein noch zum Chemnitzer Benediktinerkloster geh\u00f6rte, verw\u00fcstete ein Brand die Anlage. Das Ausma\u00df der durch den Abt Caspar von Meckau erfolgten Wiederherstellung ist nicht bekannt. Im Jahre 1624 wird von umfangreichen Bau- und Erneuerungsarbeiten durch Hans Georg von Carlowitz berichtet, die sich keineswegs nur auf die Wirtschaftsgeb\u00e4ude, sondern auch auf die Burg bezogen. Im Rahmen dieser Baut\u00e4tigkeit wurde auch das obere Stockwerk des sogenannten Palas aufgesetzt und mit Wandmalereien versehen. Johann Georg Siegert lie\u00df ab 1774 neue Wirtschaftsgeb\u00e4ude und Scheunen errichten und gleichzeitig Reparaturen an der Burg einschlie\u00dflich des Turmes durchf\u00fchren. Nach 1774 wurde die Unterburg abgerissen, wahrscheinlich in Verbindung mit diesen umfangreichen Bauarbeiten. Georg Ludwig von Welk &#8211; 1809 durch Erbfolge in den Besitz von Oberrabenstein gelangt &#8211; lie\u00df 1817 die Oberburg im alten Ritterstyl&#8220; (gemeint sind wahrscheinlich historisierende Erg\u00e4nzungen) wieder herrichten und mit einer kleinen Parkanlage in englischem Stil versch\u00f6nern.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">In den Jahre 1955 bis 1959 fanden im Gel\u00e4nde der Burganlage Grabungen statt, die wesentlichen Aufschlu\u00df \u00fcber die Baugeschichte und die Ausdehnung der Burg gaben. Ein wichtiges Ergebnis war die Freilegung der Grundmauern der Unterburg, heute durch Steinplatten im Gel\u00e4nde markiert.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die unregelm\u00e4\u00dfige Anlage der Burg Rabenstein bestand urspr\u00fcnglich aus Unter- und Oberburg; letztere bildete den \u00e4lteren Kern. Nur der Burgfried und der zweigeschossige Ostfl\u00fcgel sind erhalten geblieben.<br \/>\nOber- und Unterburg waren nur im Norden und S\u00fcden von einem Wassergraben umgeben, da die topographischen Gegebenheiten keinen ringsumlaufenden Graben zulie\u00dfen. An den Wassergraben schlo\u00df sich nach innen eine 1,50 m starke Ringmauer an, die dem Schutz der gesamten Anlage diente. In s\u00fcdlicher Richtung war eine gr\u00f6\u00dfere Geb\u00e4udegrupppe mit dem sogenannten Torhaus nach der Grabenseite hin vorgelagert. Auf einer Zeichnung von Adrian Zinng aus dem Jahre 1774 ist dieser starke quadratische Torbau mit dem Fachwerkobergescho\u00df sichtbar. Davor wurde im Schlamm der Grabensohle das Steinfundament der aus zwei B\u00f6gen gebildeten Br\u00fccke bei den Grabungen entdeckt. Die Bebauung des Mauerrings wurde s\u00fcdlich beginnend, \u00fcber den Westen bis nach Norden fortgef\u00fchrt. Nur in \u00f6stlicher und s\u00fcd\u00f6stlicher Richtung blieb die Ummauerung unbebaut. Im \u00f6stlichen und s\u00fcd\u00f6stlichen Teil setzten sich die Geb\u00e4udekomplexe innerhalb der Ringmauer fort.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-full wp-image-6719\" src=\"http:\/\/shop.mittgard.de\/wp-content\/uploads\/2019\/01\/04.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"241\" \/>Die Oberburg wurde auf der h\u00f6chsten Stelle des Gel\u00e4ndes erbaut &#8211; einem Bergsporn mit anstehendem Felsgestein. Sie bestand neben dem ehemals freistehenden Bergfried aus zwei Wohnfl\u00fcgeln, die sich in westlicher und \u00f6stlicher Richtung anschlossen. Der Bergfried ist der \u00e4lteste Teil der Burg und d\u00fcrfte der Erbauungszeit der gesamten Anlage angeh\u00f6ren. Sein ehemaliger Zugang lag etwa in halber H\u00f6he. Die anderen beiden Eing\u00e4nge sind erst in j\u00fcngster Zeit angelegt worden. Der Bergfried diente zur Verteidigung und als letzter Zufluchtsort f\u00fcr die Burgbewohner. Man konnte nur mit einer Leiter hineingelangen. Seit 1624 ist dem Bergfried in n\u00f6rdlicher Richtung ein kleiner, runder Treppenturm vorgelagert. W\u00e4hrend der \u00f6stliche Wohnfl\u00fcgel zweigeschossig ist, lassen die Grabungsergebnisse den Schlu\u00df zu, dass der gegen\u00fcberliegende Teil im Westen, von dem nur noch Reste der Umfassungsmauer sichtbar sind, dreigeschossig war. Der andere Fl\u00fcgel ist nach Osten zu abgerundet. Sein unteres Geschoss weist ein flaches Tonnengew\u00f6lbe auf. Die beiden Schie\u00dfscharten und die betr\u00e4chtliche Mauerst\u00e4rke (ca. 1,70 bis 2,50 Meter) des Raumes verweisen auf einen wehrhaften Charakter (wahrscheinlich urspr\u00fcnglich als Bastion mit Zinnenkranz angelegt).<\/p>\n<h6 style=\"text-align: right;\"><a href=\"https:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=6722\">n\u00e4chste Seite<\/a><\/h6>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Burg Rabenstein (Chemnitz\/Sa.) Zur Baugeschichte der Burg Rabenstein Leider sind uns nur wenige Daten bekannt, die mit der Baugeschichte der Burg Rabenstein in Zusammenhang stehen. Vor 1483, als die Herrschaft Rabenstein noch zum Chemnitzer Benediktinerkloster geh\u00f6rte, verw\u00fcstete ein Brand die Anlage. Das Ausma\u00df der durch den Abt Caspar von Meckau erfolgten Wiederherstellung ist nicht bekannt. &hellip; <\/p>\n<p class=\"link-more\"><a href=\"https:\/\/shop.mittgard.de\/?page_id=6714\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eZur Baugeschichte der Burg Rabenstein\u201c <\/span>weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"parent":6690,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-6714","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/shop.mittgard.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6714","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/shop.mittgard.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/shop.mittgard.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/shop.mittgard.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/shop.mittgard.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=6714"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/shop.mittgard.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6714\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":9624,"href":"https:\/\/shop.mittgard.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6714\/revisions\/9624"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/shop.mittgard.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/6690"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/shop.mittgard.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=6714"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}